Dorfen - Fernab jeglicher Vernunft steigt die Zahl der Autofahrer, die sich unter Alkoholeinfluss hinters Steuer setzen. Das geht aus der soeben veröffentlichten Polizeistatistik hervor.
Die Dorfener Polizei hat gestern die Verkehrsstatistik für das Jahr 2011 vorgelegt. Das Positive vorweg: Die Zahl der Verkehrsunfälle ist gegenüber 2010 leicht zurückgegangen. Besorgniserregend ist jedoch der überproportional hohe Anteil von Fahranfängern am Unfallgeschehen sowie die steigende Zahl von Alkoholfahrten. Bei etwa 5000 im Dienstbereich der Dorfener Inspektion kontrollierten Verkehrsteilnehmern wurden etwa 800 Alkoholtests durchgeführt. Dabei wurden bei 60 (50 im Jahr 2010) Fahrzeugführern übermäßiger Alkoholkonsum festgestellt. Zusätzlich standen sechs (1) Fahrer unter dem Einfluss von Drogen.
Bei 13 Unfällen war laut Polizeichef Ulrich Milius Alkoholkonsum die Ursache für die Unfälle, einmal der Missbrauch von Betäubungsmitteln. Immerhin: In elf Fällen konnte die Polizei noch rechtzeitig eine Trunkenheitsfahrt verhindern.
Die ländliche Struktur und der hohe Waldanteil im Dienstbereich der Dorfener Polizei ist auch die Ursache für zahlreiche Wildunfälle. Allein 519 (538) derartige Verkehrsunfälle wurden 2011 gemeldet. Bei den schwerwiegenden Unfällen, die eine Ordnungswidrigkeit- oder Strafanzeige zur Folge haben, belief sich der geschätzte Sachschaden auf etwa 1,47 Millionen Euro (1,71 Millionen 2010).
In 159 Fällen (149) ermittelte die Polizei wegen einer Unfallflucht, 58 davon (49) konnten geklärt werden. Insgesamt 28 Fahrzeuglenker wurden erwischt, die ohne die erforderliche Fahrerlaubnis unterwegs waren. Immer wieder im Zenit der Polizei sind auch Brummis. Von 130 kontrollierten Schwerfahrzeugen wurden 55 Lkw-Fahrer beanstandet. In 29 Fällen wurden technische Mängel festgestellt. Die häufigsten Verstöße lagen laut Milius im Bereich der nicht eingehaltenen Lenk- und Ruhezeiten.
Anton Renner
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