Dorfen - Der Widerstand gegen die A 94 Isental-Autobahn ist immer noch ungebrochen, wie die Großveranstaltung „Vernunft statt Prestigeprojekte“ am Dienstagabend im überfüllten Streiblsaal zeigte. Und der Kampf geht weiter.

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Immer noch optimistisch: Aktionssprecher Heiner Müller-Ermann: „Wir kämpfen weiter“. Foto: Weingartner
Um für ihr Recht und die bessere A 94-Lösung zu kämpfen, haben die Autobahngegner bisher alleine rund 850 000 Euro an privaten Geldern in den letzten 34 Jahren ausgeben müssen, berichtete der Hauptredner des Abends, Heiner Müller-Ermann. Den hatte Stefan Weber als „Kopf- und Herzstück des Widerstand“ angekündigt. „Wir kämpfen weiter für unsere Heimat“, war die klare Botschaft, wohl wissend, dass „die Chancen vor Gericht bescheiden sind“. Müller-Ermann wolle aber nicht mehr einsehen, „warum immer die Klügeren nachgeben sollen“. Von Anfang an hätten die eindeutig besseren Argumente klar für eine Trasse Haag gesprochen. Daran habe sich in den letzten Jahrzehnten nichts geändert, auch wenn bei Gericht anders entschieden worden sei.
Das Aktionsbündnis habe „34 Jahren gewaltfreien, friedlichen Bürgerprotest“ gemacht und immer auf die Rechtsstaatlichkeit vertraut. Das Vertrauen in die Gerichte und politische Führung, allen voran die Bayerische Staatsregierung, sei inzwischen zutiefst erschüttert. „Wir haben schon so viel hingenommen. Wenn es einen Nobelpreis für Selbstbeherrschung gebe, hätten wir ihn schon lange verdient“.
„Es liegt was in der Luft“, machte er dann Mut. Das zeige der massive Protest im ganzen Land, die bei Großprojekten wie „Stuttgart 21“, Gorleben oder der Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken mitentscheiden wollen. „Warum soll nicht was unvorhergesehen geschehen“, gab sich Müller-Ermann optimistisch. Es sei „ja keine Schande alte Planungen zu ändern, vielmehr ein Zeichen, dass ein Politiker auf der Höhe der Zeit ist“.
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