Steinhöring - Am Samstagabend stand plötzlich eine Doppelhaushälfte in Steinhöring am Pfarrweg in Flammen. Die Bewohner erlitten eine Rauchgasvergiftung. Ihr Dackel konnte in letzter Sekunde aus dem Feuer gerettet werden.

© Stefan Rossmann
Bei dem Brand eines Doppelhauses in Steinhöring entstand ein Schaden von 80 000 Euro. Ein Ehepaar erlitt zum Teil schwere Rauchvergiftungen.
Es war der dritte Brand innerhalb von einer Woche: Nach einem Wohnhausbrand in Ebersberg und dem Brand in einem Schalldorfer Betriebsgebäude mussten Landkreisfeuerwehren am Wochenende erneut zu einem Feuer ausrücken. In Steinhöring war es bei einem Ehepaar zu einem ausgedehnten Wohnhausbrand gekommen.
„Nach bisherigem Ermittlungsstand handelt es sich bei der Brandursache um eine Heizdecke. Wie sich diese entzünden konnte, ist noch unklar“, teilte die Polizei in ihrem knappen Pressebericht mit. Durch den Brand sei die Doppelhaushälfte stark beschädigt worden. Der Sachschaden belaufe sich auf etwa 80 000 Euro.
Das Ehepaar wurde aber mit einer Rauchgasvergiftung in die Kreisklinik Ebersberg gebracht. Die Ehefrau hat es dabei schlimmer erwischt. „Sie hat viel Rauch eingeatmet, als sie ihren Dackel retten wollte“, berichtet der Steinhöringer Kommandant und Einsatzleiter Christian Herbst. Die Frau musste ihre Rettungsversuche einstellen, Rauch und Flammen waren zu dicht.
Nach erster Schilderung der Brandleider gegenüber der Feuerwehr hatte das Ehepaar im Schlafzimmer im ersten Stock eine Heizdecke in Betrieb genommen und war dann zum Fernsehen ins Erdgeschoss zurückgekehrt. Der Hund befand sich zu dieser Zeit im Schlafzimmer, die Türe wurde geschlossen. Dann hatte sich ein Schwelbrand entwickelt, der auf den Balkon und anschließend auf den Dachstuhl der Doppelhaushälfte übergriff. „Zuerst hat es geheißen, es ist ein Balkonbrand“, so Herbst, der als erster am Einsatzort war.
Die Ebersberger Feuerwehr versuchte mit der Drehleiter von oben das Dach abzulöschen, während neun Mann mit Atemschutz im vollkommen verqualmten Haus und bei null Sicht innen die Holzverschalung und Isolierung abschlugen, um an die zahlreichen Glutnester heranzukommen.
Der Dackel wurde von den Feuerwehrmännern in letzter Sekunde gerettet, er wurde die Nacht über bei Nachbarn untergebracht. Zusammen mit den Kräften des BRK Ebersberg waren etwa 40 Personen im Einsatz.
Von Michael Seeholzer
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