Tattoo macht Sanitäter (32) mächtig Ärger

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    • 12.03.13
    • Ebersberg
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Haben ja, zeigen nein

Tattoo macht Sanitäter (32) mächtig Ärger

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Ebersberg - Der Rettungsdiensthelfer versteht die Welt nicht mehr. Er hat bei einer Übung mitgemacht und jetzt Ärger mit der Staatsgewalt. Der Grund: Eine Tätowierung auf der Brust.

© jro

Um diese Keltenkreuz-Tätowierung unterhalbt der geschminkten Wunde geht es. Man darf sie zwar haben, aber nicht zeigen.

Im Rahmen der Sanitäterausbildung wurde beim Roten Kreuz in Ebersberg fleißig geübt. Mit dabei war Herbert G. (Name geändert) aus Zorneding. Er ist Rettungsdiensthelfer und engagierter Feuerwehrmann. Herbert G. „spielte“ an diesem Tag ein Opfer und ließ sich eine täuschend echt aussehende Stichverletzung an der Schulter schminken. Interessiert beobachtet vom Fotografen der Ebersberger Zeitung, der für eine Reportage mit einem schreibenden Kollegen vor Ort war. Das Foto des jungen Mannes mit dem nackten Oberkörper erschien am Montag in der Zeitung – ein Anruf der Polizei bei dem Zornedinger folgte auf den Fuß.

Was war geschehen? Herbert G. hat sich vor über zehn Jahren auf die Brust ein Keltenkreuz tätowieren lassen – weil er ein „Keltenfan“ sei, wie seine Frau betont. Dieses Zeichen, das man auf Mittelalter- und Flohmärkten zuhauf kaufen kann, darf man zwar tragen, aber nicht zeigen, denn die rechtsradikale Szene hat sich dieses frühmittelalterlichen Elements sakraler Kunst bedient. Der Bundesgerichtshof entschied im Jahr 2008, dass das Zeigen des Keltenkreuzes den Straftatbestand des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen erfüllt. Wenn es ohne konkreten Hinweis auf die verbotenen Organisationen erfolgt.

Das dürften die Wenigsten wissen, Herbert G., der eigenen Angaben zufolge vollkommen unpolitisch ist, wusste es jedenfalls nicht. Weil ein „Hinweisgeber“ die Polizei auf das Foto in der Zeitung aufmerksam machte, Herbert G. praktisch anzeigte, muss sich dieser in den nächsten Tagen in der Dienststelle der Ebersberger Polizei zu dem Vorfall äußern. Danach entscheidet der Staatsanwalt, über das weitere Verfahren. Ermittler Norbert Zacher sagte auf Anfrage der Ebersberger Zeitung, G. hätte die Tätowierung beispielsweise mit einem Pflaster abdecken müssen, wenn er bei der Übung des Roten Kreuzes seinen Oberkörper entblößt. So aber bestehe jetzt ein „Anfangsverdacht“, es müsse ermittelt werden. Er selbst wisse sehr wohl, „dass nicht jeder, der ein Keltenkreuz hat, ein Rechter ist“, meint der Polizeibeamte.

Michael Acker

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Kommentare

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Ducholsgi27.03.2013, 08:49
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Der schlimmste Lump im Land ist und bleibt der Denunziant.

Gast20.03.2013, 18:52Antwort
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Tja, wenn das nur so wäre. Die Folgen die durch die öffentliche Diskussion für die kleine Familie entsteht, geschweigenden die evtl. beruflichen Konsequenzen haben Sie ja hier offensichtlich übersehen. Leider ist es nicht alles so einfach wie Sie meinen. Kennen Sie den Beruf des Mannes. Viele Arbeitgeber sind gar nicht scharf drauf mit so was in Verbindung gebracht zu werden. Ich meine damit nicht das Tattoo, sondern die Berichterstattung und die Diskussion.
Ich hoffe das geht alles gut für den jungen Mann aus, wenn nicht, der MM und sicherlich auch die schlauen Kritiker hier werden wohl kaum die Folgen tragen ...

Gast20.03.2013, 18:43Antwort
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Na da haben wir ja offensichtlich einen echten Hellseher erwischt. Wie bitte soll es möglich sein sich zu überlegen welches Symbol vielleicht mal irgendwann verboten wird. Der junge Mann ist offensichtlich stark von unseren Vorfahren und den nordischen Völkern fasziniert. Was ist daran falsch. Das Tattoo ist viel älter als das Verbot dazu, soll er sich nun das Tattoo entfernen lassen. Es könnte ja sein das er selber mal Wiederbelebungspflichtig wird und dann dürfte man ihn nicht richtig entkleiden da sich ja hier ein "verbotenes" wenn auch schon wie älter als das Verbot bestehendes Symbol befindet.
Ist euch "Kritikern" eigentlich klar was ihr hier von euch gebt?
Ich bitte um tiefsten Respekt vor solchen Leuten. Wenn ich das richtig gelesen habe ist der junge Mann beim Roten Kreuz und in der Feuerwehr tätig. Noch rechtviel sozialer geht es ja wohl nicht. Wie kann es unser ach so geliebter Staat sich auch nur annähern erdreisten sich an solchen Leuten zu vergehen. Das sind die Menschen die wir brauchen, egal ob sich hier ein altes inzwischen verbotenes Symbol befindet oder nicht. Die Herrn der Rechtsabteilungen sollten sich das mal überlegen. Hier werden freiwillige Helfer öffentlich verurteilt und vorgeführt. Habt ihr euch schon mal überlegt wie der Mann sich fühlt. Vielleicht hat er Familie die nun in den schwachsinnigen Sumpf mit rein gezogen wird. Wofür den? Ich kann nur hoffen das sich der Typ der sich hier um diese eine rechtliche Verfolgung gekümmert hat nun richtig wohl fühlt und bestätigt ist. Gratuliere. Die Folgen die die junge Familie durch Sie nun zu erleiden hat interessiert sie nicht, sind ja vermutlich eh nur "Rechte" ...
Ich bitte die Redaktion des MM überprüfen Sie das Bildmaterial besser das Sie veröffentlichen möchten. Sicherlich ist es ok Bilder zu veröffentlichen, aber man hätte hier reagieren müssen und das Kreuz unkenntlich machen. Sie haben doch ebenfalls einen Schutzauftrag, wenn auch nicht offiziell.

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