Tierquälerei: PETA wirft Landratsamt Untätigkeit vor

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    • 31.07.12
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"Situation spitzt sich zu"

Tierquälerei: PETA wirft Landratsamt Untätigkeit vor

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Ebersberg/Grafing - Dem Landratsamt Ebersberg sind die Zustände auf dem verwahrlosten Grundstück in Hörmannsdorf (Ebersberg) seit Jahren bekannt. Ziegen, Rinder, Esel, Pferde, Hunde und Katzen werden hier unter katastrophalen Bedingungen gehalten.

Rinder stehen im Schlamm bzw. Kot. Laut Landratsamt Ebersberg handelt es sich hier um ein älteres Bild. Die Zustände in Hörmannsdorf hätten sich gebessert. Foto: PETA

Das Veterinäramt kontrolliert „engmaschig“, so Abteilungsleiterin Lilli Wust am Dienstag auf Anfrage der EZ. Doch offensichtlich passiert nichts. Die Tierschutzorganisation PETA hat jetzt Strafanzeige gegen die Tierhalter, ein in Trennung lebendes Paar, gestellt.

Ein Sprecher von PETA: „Durch die Zerrüttung der Ehe spitzte sich die Situation für die Tiere dramatisch zu: Während die Huftiere bei dem Mann verblieben, die aufgrund eines Hausverbots nicht mehr von der Frau versorgt werden können, haust die Halterin nun gemeinsam mit etwa 18 Hunden in zwei Wohnwagen auf einem Bauernhof in Grafing.“

Dass die Veterinärbehörde mittlerweile einige Hunde beschlagnahmte, bestätigte Lilli Wust vom Landratsamt. Es seien „zahlreiche Anordnungen“ erlassen worden, es gebe auch gerichtliche Verfahrin „in dieser Sache“.

„Die Bedingungen für die Tiere sind untragbar“, so Kathrin Eva Schmid, „Recherche-Koordinatorin“ bei PETA. „Die Rinder versinken regelrecht im Dreck, was Krankheiten an Haut und Hufen auslöst. Die Behörden müssen hier schnellstmöglich aktiv werden.“

Das Bildmaterial, das PETA vorliegt, belege die katastrophalen Lebensbedingungen der Tiere auf dem verwahrlosten Grundstück, das zahlreiche Verletzungsmöglichkeiten birgt. PETA-Sprecher Bartek Langer: „Die Hunde, einige von ihnen sind ungepflegt und krank, werden ohne Tageslicht in Zwingern gehalten, was einen Verstoß gegen die Tierschutz-Hundeverordnung darstellt. Während die Rinder in Dreck und Kot versinken, plagen sich einige der Pferde mit Geschwüren und anderen Krankheiten herum.“

In der Strafanzeige von PETA, die der Ebersberger Zeitung vorliegt heißt es: „Die Angeschuldigten sind dem örtlichen Veterinäramt Ebersberg, welches sich bislang weigerte, außer der Sicherstellung einiger Hunde wirklich durchgreifende Massnahmen gem. § 16a TierSchG vorzunehmen, bekannt (...) Die beiden Angeschuldigten, vor allem die Angeschuldigte (...), hält mehrere Pferde, Rinder und Hunde in tierquälerischer Weise.“

Michael Acker

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