Grafing - Abenteuerliche Fahrt: Mit dem Gasballon nach Finnland

    • aHR0cDovL3d3dy5tZXJrdXItb25saW5lLmRlL2xva2FsZXMvZWJlcnNiZXJnL2dyYWZpbmcvZ3JhZmluZy1hYmVudGV1ZXJsaWNoZS1mYWhydC1nYXNiYWxsb24tbmFjaC1ub3J3ZWdlbi0yNjk1ODY1Lmh0bWw=2695865Abenteuerliche Fahrt: Mit dem Gasballon nach Finnland0true
    • 11.01.13
    • Grafing
    • Drucken

Abenteuerliche Fahrt: Mit dem Gasballon nach Finnland

    • recommendbutton_count100
    • 1

Grafing/Straußdorf - Josef Höhl und Georg Sellmaier waren in Finnland. Sie wählten dazu eine Reiseroute über Regensburg, Karlsbad, Dresden immer weiter Richtung Norden. 33 Stunden und 1512 Kilometer später hatten sie ihr Ziel erreicht. Ihr Fortbewegungsmittel: Ein Gasballon.

Auf diesen Augenblick hatte Josef Höhl aus Straußdorf lange gewartet: Einmal mit dem Gasballon in Bayern starten und dann ab nach Finnland. Gar nicht so einfach. Das Wetter! 15 Jahre hat der 64-Jährige diesem Moment entgegengefiebert. Doch jetzt passte es. Endlich. Die Wetterprognose war gut, nein sie war phantastisch. „Für die nächsten vier bis fünf Tage sollte es konstant bleiben“, sagt Höhl. „Wir konnten daran glauben, es generell zu schaffen.“

Das Wetter: Bei Ballonfahrer heißt das, alles im Blick zu haben, Nebel, Schnee, Wind, Thermik, Kaltfront, Warmfront. Und: Die Lage richtig einzuschätzen. Am 28. Dezember passte die Lage für Josef Höhl und Georg Sellmaier. Der Ballon wurde in Burgkirchen (Landkreis Altötting) vorbereitet. Die erklärte Absicht des Abenteuers stand fest. Höhl und der aus Marktl stammende Sellmaier wollten sich mit dieser so genannten Leistungsfahrt für die Weltmeisterschaft im Gasballonfahren qualifizieren. Um 18 Uhr begannen sie, den Gasballon zu füllen. „Wir haben dann noch eine Mütze Schlaf genommen und um kurz nach 3 Uhr ging es los“, erzählt Josef Höhl. Bei sternenklarer Nacht hob der Ballon ab.

Über 30 Stunden lagen nun vor Höhl und Sellmaier. Über 30 Stunden zu zweit in einem Korb. Und der ist wahrlich nicht groß. „1,50 Meter mal 1,20 Meter“, sagt Höhl. Macht 1,8 Quadratmeter. „Wir haben im Korb eine Bank, auf der man schlafen kann. Aber ich habe gar nicht geschlafen“, sagt Höhl. „Man muss mit dem Blick immer voraus sein, um Sperrgebiete zu umfahren.“ Alle 30 Minuten werde zudem ein schriftlicher Report über die Fahrt angefertigt. Unterdessen saßen die übrigen Teammitglieder, darunter Höhls ebenfalls Ballonfahrten-infizierte Söhne Matthias und Florian, zuhause und beobachteten weiter das Wetter. Nach zehn Stunden ging im Korb ein Anruf via Satellitentelefon ein: Das Wetter entwickelt sich wie vorhergesagt. Gegen 23 Uhr werden die beiden die Küste der Ostsee in Polen erreichen, dann geht es 700 Kilometer nach Norden über Wasser. Es klappte. Am Morgen, 30. Dezember landeten Höhl und Sellmaier in Finnland, 30 Minuten später waren finnische Freunde da und halfen beim Verpacken des Ballons. „Wir hätten es bis zum Nordkap geschafft. Aber dort hätten wir bei Dunkelheit landen müssen. Das war uns zu gefährlich“, sagt Höhl.

Tanja Beetz

zurück zur Übersicht: Grafing

Kommentare

  • Neueste Kommentare
  • Beliebteste Kommentare
rupsi0312.01.2013, 10:07
(0)(0)

Servus Beppi und Georg, herzlichen Glückwunsch zur eurer Fahrt :-)) wünscht Dir ein ehemailger Mitfahrer im Heißluftballon aus Haging

Gast11.01.2013, 17:39
(0)(0)

Ein unglaubliche Leistung die Piloten da vollbracht haben.

gast11.01.2013, 15:21
(0)(0)

Norwegen oder Finnland? Was denn nun?

Alle Kommentare anzeigen

Wetter für Ebersberg

Bilder aus der Region

Die schönsten Bilder vom Kirchweihritt in Hergolding

Kirchweihritt in Hergolding
weitere Fotostrecken:

Kfz-Betriebe in der Region

Servicetermine im Landkreis

Besonders beliebte Artikel

  • kommentiert
  • gelesen
  • Themen

Edding-Schock: Mit diesem BMW will keiner mehr fahren

Poing - Eine Party ist in Poing völlig aus den Fugen geraten: Mehrere Mauern und Straßenschilder sowie die Motorhaube eines weißen BMWs waren verschmiert - mit Edding.Mehr...

Unter Denkmalschutz: Das alte „Waxhaus“. foto: dul

"Waxhaus": Abreißen oder sanieren?

Markt Schwaben - Mit einem ganz besonderen Antrag auf Abbruchgenehmigung hatte sich am Dienstagabend der Gemeinderat Markt Schwaben zu beschäftigen. Es ging um das in der Bevölkerung unter dem Namen „Waxhaus“ bekannte Gebäude an der Erdinger Straße 9.Mehr...

Edding-Schock: Mit diesem BMW will keiner mehr fahren

Poing - Eine Party ist in Poing völlig aus den Fugen geraten: Mehrere Mauern und Straßenschilder sowie die Motorhaube eines weißen BMWs waren verschmiert - mit Edding.Mehr...

Altenpflegehelferin (33) muss ins Gefängnis

Ebersberg - Wie groß ist das Interesse der Betreiber von Seniorenheimen, Missstände öffentlich zu machen? Auch um diese Frage ging es bei einem langwierigen Prozess am Amtsgericht Ebersberg gegen eine Altenpflegehelferin aus Dorfen.Mehr...

Neues Passwort zusenden

Bitte geben Sie ihre E-Mail Adresse an, wir senden Ihnen ein neues Passwort zu.

Bitte warten

Es wird etwas gemacht.

  • recommendbutton_count100
Schließen

Druckvorschau

Artikel:

Schließen

Artikel Empfehlen

Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!

Fehleranzeige ausblenden

Es sind Fehler aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.

Fehleranzeige ausblenden

Schwere Fehler sind aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.

  • Fehlertext

Achtung!

  • Fehlertext

Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.