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    • 23.01.13
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Die unendliche Geschichte

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Poing - Es gibt mal wieder einen neuen Zeitplan für den Bau einer Bahnunterführung in Poing. So, wie es aussieht, wird es vor 2017 nichts werden mit dem Projekt.

Trostlos: die Unterführung am Poinger S-Bahnhof. Ebenso trostlos sind die Aussichten, dass bald eine neue, barrierefreie Unterführung gebaut- foto: rm

Trostlos: die Unterführung am Poinger S-Bahnhof. Ebenso trostlos sind die Aussichten, dass bald eine neue, barrierefreie Unterführung gebaut- foto: rm

Zahlen und Daten zum von der Gemeinde Poing geplanten Bau einer neuen Bahnunterführung sind in den vergangenen Jahren viele genannt worden. Von Planern, von der Deutschen Bahn AG, von der Gemeindeverwaltung. Auch Planungsentwürfe gibt es einige, doch trotz aller Diskussionen, Gespräche und Arbeitsgruppen-Treffen steht bis heute nur eines fest: die Bahnunterführung ist immer noch die alte. Nun hat Bürgermeister Albert Hingerl vergangene Woche in der Gemeinderatssitzung einen neuen Zeitplan genannt. Demnach soll im Jahr 2017 mit dem Bau begonnen werden. Bislang hatte man in der Verwaltung und im Gemeinderat gehofft, dass das Bauwerk 2015 fertiggestellt werden kann.

Im Dezember habe es im Rathaus eine verwaltungsinterne Besprechung zum Thema gegeben, informierte Hingerl. Dabei sei der neue Zeitplan aufgestellt worden; ob er tatsächlich so umgesetzt werden kann, stehe allerdings in den Sternen. "Zweifel sind erlaubt", kommentierte Hingerl den aktuellen Stand der Planungen.

Wie mehrmals berichtet, will die Gemeinde Poing die Unterführung selbst bauen, nachdem es in den vergangenen Jahren immer wieder Abstimmungsschwierigkeiten und andere Probleme mit der Deutschen Bahn AG gegeben hatte. Wie viel das Bauwerk kosten wird, ist unklar. Schätzungen gehen von etwa 8,3 Millionen Euro aus, wovon die Arbeitsgemeinschaft der Bauträger und Investoren (Arge) am Bergfeld vier Millionen Euro übernehmen soll. So ist es in einem Vertrag mit der Gemeinde Poing festgeschrieben.

Der Bau einer neuen Bahnunterführung beschäftigt die Gemeinde Poing seit Jahren. Als sich der Gemeinderat im April 2007 kurz vor dem Ziel wähnte (damals wurde ein konkreter Entwurf beschlossen), gab es Anfang 2008 einen herben Rückschlag: das damals eingesetzte Planungsbüro hatte den Auftrag zurückgegeben, angeblich wegen Problemen in der Zusammenarbeit mit der Gemeinde und der Bahn. Die folgenden Jahre herrschte Funkstille, auch deshalb, weil stets unklar war, ob und wann die Bahnstrecke vom Münchner Ostbahnhof bis Markt Schwaben viergleisig ausgebaut wird. Nachdem Anfang 2011 bekannt wurde, dass in absehbarer Zeit kein Ausbau erfolgt, beschloss die Mehrheit im Gemeinderat, dass die Gemeinde Poing nicht mehr länger auf die Bahn warten und die Unterführung in Eigenregie bauen wolle.

Für das Projekt ist ein Lenkungsausschuss eingerichtet worden, in dem Vertreter der Gemeinde, der Bahn und der Planer sitzen. Vorangebracht habe dieser bislang aber nichts, kritisiert Zweiter Bürgermeister Franz Langlechner, einer der Teilnehmer: "Die Sitzungen sind immer sehr lange, aber es passiert nichts. Das werden wir so nicht mehr hinnehmen", schimpfte er in der jüngsten Gemeinderatssitzung.

In dieser hat Bürgermeister Albert Hingerl angekündigt, dass im März/April die Vorplanung und Gespräche mit der Bahn aufgenommen werden sollen. Im Mai solle der Gemeinderat den Startschuss für das Projekt geben - mal wieder.

von Armin Rösl

Einen Kommentar zu diesem Thema lesen Sie in der Printausgabe der Ebersberger Zeitung am 24. Januar.

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Kommentare

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Zwieseling29.01.2013, 13:57Antwort
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[Quote]Für das Projekt ist ein Lenkungsausschuss eingerichtet worden, in dem Vertreter der Gemeinde, der Bahn und der Planer sitzen. Vorangebracht habe dieser bislang aber nichts, kritisiert Zweiter Bürgermeister Franz Langlechner, einer der Teilnehmer: "Die Sitzungen sind immer sehr lange, aber es passiert nichts. Das werden wir so nicht mehr hinnehmen", schimpfte er in der jüngsten Gemeinderatssitzung.[Quote]
Er ist teilnehmer und nichts passiert ! Na, wer da wohl mal wieder Schuld hat...........

TriTop26.01.2013, 11:49
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Wäre die Unterführung wie geplant bereits vor Jahren gebaut worden (dazu hätten aber alle ernsthaft an einem Strang ziehen und Fakten schaffen müssen und nicht ständig rumdiskutieren sollen) hätten die 4 Mio Euro, die die Arge vertraglich beisteuert vermutlich ausgereicht, um die Unterführung zu finanzieren.

Und je länger es jetzt dauert, desto teurer wird das Ganze und desto unwahrscheinlicher wird es, dass die Unterführung kommt. Genau so ist es übrigens mit dem Bürgersaal auch.

Warum es nicht dazu kam, sollte den Verantwortlichen zu denken geben. Vielleicht ist halt manchmal etwas weniger mehr....

Just my two Cents25.01.2013, 14:20Antwort
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Man kann sich alle so zurechtlegen, wie man es gerade braucht. ;)

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