Ebersberg - Schwere Vorwürfe gegen das Ebersberger Jugendamt: Eine Mitarbeiterin der Behörde steht im Verdacht, einen elfjährigen Buben „seelisch wie auch körperlich“ angegriffen zu haben.

Eingang zum Ebersberger Jugendamt in Ebersberg: Die Behörde sieht sich harten Vorwürfen ausgesetzt. Foto: Sro
Dort wohnt der Bub gut zwei Wochen nach dem Vorfall immer noch. Mittlerweile ist auch das Landsberger Jugendamt mit dem Fall befasst, eine „Herausnahme“ des Kindes fand nicht statt. Sollte eine Zwangsmaßnahme bevorstehen, würde die Ebersberger Behörde informiert, so Evelyn Schwaiger, Sprecherin des Landratsamts, das sich inzwischen mit schweren Vorwürfen konfrontiert sieht. Denn: Es existiert ein Videomitschnitt von den dramatischen Szenen vor dem Amtsgericht. Darauf sind neben der zuständigen Richterin auch Mitarbeiterinnen des Ebersberger Jugendamts zu sehen, die auf Vater und Sohn einreden, den Buben aber auch anfassen. Sie versuchen, ihn vom Vater loszureißen.
Nach Angaben des Landratsamts Ebersberg waren drei Mitarbeiterinnen der Jugendbehörde vor Ort. „Ob die betreffende Mitarbeiterin in der eskalierenden Situation falsch reagiert hat, wird noch untersucht und geprüft,“ so Landratsamts-Sprecherin Schwaiger gegenüber der EZ. Die mit der Prüfung beauftragte zuständige Abteilungsleiterin hat fast zeitgleich mit der EZ-Anfrage das Haus verlassen. Sie sei „leider schwer erkrankt", sagt Norbert Neugebauer, Leiter des Büros von Landrat Gottlieb Fauth (CSU). Von daher sei unklar, wann die Prüfung beginnen könne. Einen „fixen Zeitpunkt“ könne man nicht nennen, so Neugebauer.
Von Michael Acker
Bestimmen Sie auf der Karte die Region, aus der Sie Nachrichten angezeigt bekommen möchten.



Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.