Erding - Drei Jahre vor der Kommunal- und zwei Jahre vor Land- und Bundestagswahl hat die Junge Union den Wahlkampf eröffnet. Ihr Credo: Die CSU kann’s besser.

Den Wahlkampf eröffnete Christian Numberger (l.) beim JU-Stehempfang am Sonntag im Erdinger Weißbräu. ham
Traditionell nutzt Ortsvorsitzender Christian Numberger den vorweihnachtlichen Stehempfang seiner Jungen Union (JU), um der Mutterpartei die Leviten zu lesen. Heuer war das anders: Die Abteilung Attacke richtete sich vielmehr gegen SPD, Grüne und Freie Wähler. Zur Argumentation holte er weit aus: Die CSU sei von Anfang an für eine Schuldenbremse und gegen Euro-Bonds gewesen, gegen Griechenland in der Eurozone und für einen echten Heimatbegriff, der gleichwertige Lebensverhältnisse in allen Teilen des Freistaates beinhalte. Später schlug Landtagsabgeordneter Jakob Schwimmer, der seit Jahren die Zeche der Veranstaltung zahlt, in die gleiche Kerbe: „Wir müssen als CSU öfter in die Sonne schauen und uns nicht immer nur die Schatten vorhalten lassen.“
Damit die CSU stärkste Partei in Bayern bleibt, ist man in der JU offensichtlich bereit, auch neue, früher strikt abgelehnte Wege zu gehen. So kann sich Numberger bayernweite Volksentscheide vorstellen. „Wir brauchen keine Wutbürger, wir brauchen Mutbürger. Dazu gehört aber, dass die Menschen von Anfang an in große Projekte eingebunden werden.“ Dies sagte er in Anspielung unter anderem auf die Isentalautobahn und die dritte Startbahn. „Demokratie ist nicht die Staatsform des Zuschauens“, so der CSU-Stadtrat.
Auf den Ringschluss ging auch Schwimmer ein. Er sagte, er sei optimistisch, dass die Politik vor Ort in München eine stadtverträgliche Umsetzung verhandeln könne. „Jetzt liegt es aber an Erding, seine Hausaufgaben zu machen“, so der Abgeordnete.
Zur Familien- und Bildungspolitik merkte Schwimmer an: „Wir stehen etwa mit der Betreuungsquote für Kinder gar nicht so schlecht da.“ Kein Land investiere hierfür sowie in die Schulen so kräftig wie Bayern.
(Hans Moritz)
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