Erding - In der Erdinger CSU geht man nicht davon aus, vom zusätzlichen Flugverkehr, der über die dritte Startbahn abgewickelt wird, in nennenswertem Maße betroffen zu sein.
Dafür befürchten Stadtrats-Fraktionschef Jakob Mittermeier und Vize Burkhard Köppen eine weitere Zuspitzung der Verkehrslage in und um Erding. Dies erklärten sie am Sonntag beim CSU-Stammtisch im Wirtshaus Kreuzeder.
„Die Infrastruktur am Boden ist schon jetzt unzureichend“, so Mittermeier. Nachdem nun wieder die Nordeinschleifung der Walpertskirchener Spange und damit der geplante Ringschluss-Bahnhof auf dem Fliegerhorst stärker in den Fokus rücken, müsse man die Planung der Nordumfahrung ebenfalls forcieren.
Unterstützung bekam Mittermeier von Zweitem Bürgermeister Ludwig Kirmair. Der Langengeislinger sprach von der „einzigen echten Entlastungsmöglichkeit der Alten Römerstraße“. Kirmair erklärte, er sei überzeugt, dass der Fliegerhorst nach der nächsten Wehrreform anders aussehen werde. „Ich glaube nicht an die Auflösung, eine weitere Reduzierung der militärischen Aufgaben ist aber wahrscheinlich.“
In der Debatte um die Verkehrsproblematik lehnte Mittermeier den Vorschlag des Bund Naturschutz Erding strikt ab, auf die Nordumfahrung zu verzichten, dafür die Anton-Bruckner-Straße für den Lkw-Verkehr zu sperren und die Laster über die Ost-, Süd- und Westumfahrung an der Stadt in Richtung Flughafen und A 92 zu lotsen. „Das ist ein Umweg von acht Kilometern. Das hat nichts mit Nachhaltigkeit und Klimaschutz zu tun“, so der Fraktionschef.
Auch die Parteiaustritte in Berglern, Wartenberg und Fraunberg waren Thema. „Persönlich bin ich der Meinung, wenn einer austritt, dann mit allen Konsequenzen“, so Köppen. Das hieße: Herbert Knur und Sebastian Haindl müssten die Kreistagsfraktion verlassen. Weiter versicherte Köppen: „Im Erdinger Ortsverband gab es keine startbahnbedingten Austritte. Im Gegenteil, wir haben neue Mitglieder.“
(Hans Moritz)
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