Bester Laune nach der Niedersachsen-Wahl (v. l.): Michaela Meister, Michael Gruber, Generalsekretärin und Festrednerin Natascha Kohnen, Elif Cindik, Ulla Dieckmann, Horst Schmidt und Ewald Schurer. Foto: ham

SPD-Neujahrsempfang: Wahlkampf-Marathon in historischem Jahr

Erding - Viel vorgenommen hat sich der SPD-Kreisverband Erding. Bis Mitte 2014 stehen nicht nur vier Wahlen an. Zudem wird die Bundes-SPD 150 Jahre alt, der Ortsverein Erding blickt auf seine 100-jährige Geschichte.

Trotz der bevorstehenden Mammutbelastung erlebten die rund 100 Besucher des Neujahrsempfangs in der Erdinger Stadthalle eine bestens gelaunte Kreisverbandsspitze. In deren Mitte standen Landtagskandidatin Elif Cindik sowie Generalsekretärin Natascha Kohnen als Festrednerin. Die Freude über den Regierungwechsel in Niedersachsen ist noch nicht verklungen. Nun hoffen die weiß-blauen Roten auf die Wiederholung am 15. September in München.

Kreisvorsitzende Michaela Meister zeigte sich nicht nur vom Ausgang des Startbahn-Bürgerentscheids angetan, sie äußerte auch Erleichterung. „Durch die Festlegung unseres Spitzenkandidaten Christian Ude gegen den Pistenbau konnte eine schwerer innerparteilicher Konflikt beiseite geräumt werden“, so die Dorfenerin. „Was Bayern betrifft, sind wir sehr hoffnungsvoll.“

Schurer attestierte der CSU, in den vergangenen Jahrzehnten in Bayern vieles richtig gemacht zu haben. „Dass der Freistaat aber so gut dasteht, ist nicht die alleinige Leistung der CSU, sondern die der Bürger“.

Landtagskandidatin Elif Cindik vesprach für den Fall ihrer Wahl, „Erding stärker in den den Landtag, und den Landtag stärker nach Erding zu bringen“. Dabei positionierte sie sich klar gegen den Airportausbau, stellte sich aber demonstrativ hinter die Nordumfahrung von Erding sowie den Ringschluss.

Zugleich warb die Psychiaterin aus München mit Migrationshintergrund für mehr Zuwanderung. „Wir brauchen die Ausländer, um unseren Lebensstandard halten zu können.“ Gezielte Einwanderung sei die beste Antwort auf den demografischen Wandel.

Ihre Festrede stellte Natascha Kohnen, Generalsekretärin der BayernSPD, unter die Überschrift der sozialen Gerechtigkeit. Dabei nannte sie vor allem die Einführung von Mindestlöhnen. „Nur so können tausende Menschen, darunter viele Mitarbeiter am Flughafen, von dem leben, was sie verdienen. Hinzu komme eine Stärkung der Sozialkassen. Die bleibe aus, wenn man nur die Einkommenssätze für 400-Euro-Jobs heraufsetze. Von der Landes- und Bundespolitik verlangte Kohnen, sich ein Beispiel an der Kommnunalpolitk zu nehmen, „weil auf dieser Ebene nicht Partei-, sondern Sachpolitik betrieben wird“. Es ärgere sie, dass ständig Probleme hochgejagt würden, um dann deren Lösung wieder zu vergessen. Deutlich sprach sie sich für die Abschaffung der Studiengebühren aus, „denn Bildung ist unser einziger Rohstoff“. Im SPD-Programm sei die Gegenfinanzierung von 180 Millionen Euro für die Unis eingerechnet.

(ham)

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