Gepäckstück legt Flughafen-S-Bahnen lahm

Flughafen - Einige Reisende, die eigentlich mit der S-Bahn zum Flughafen München hatten fahren wollen, mussten am Freitagvormittag die letzten zwei Kilometer laufen. Grund: ein herrenloses Gepäckstück.

Dass die Bundespolizei anrückt und ihre Sprengstoffhunde herrenlose Koffer beschnüffeln lässt, passiert laut Polizeisprecher Albert Poerschke am Flughafen München dreimal täglich. Das Besondere am Freitagvormittag war, dass der Reisekoffer am Gleis 1 der S-Bahn stand und deshalb die Station im Zentralbereich von 9.03 bis 9.18 Uhr gesperrt werden musste. Zwei S-Bahnen konnten deshalb nur bis zur Station Besucherpark fahren. Die restlichen gut zwei Kilometer bis zu den Terminals mussten die Reisenden - wenn sie nicht warten oder in den Bus umsteigen wollten - zu Fuß gehen.

Das Gepäckstück war für die Bundespolizei Routine: Nachdem die Hunde nicht angeschlagen hatten, öffneten Polizisten den Koffer. Da sie keine Hinweise auf den Besitzer entdeckten, wurde der Koffer dem Fundbüro der Deutschen Bahn übergeben. Sollte der Besitzer doch noch ermittelt werden, muss er keine Rechnung von der Polizei befürchten. Poerschke: "Das gehört zum Service der Bundespolizei." pir

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