Mit Sekundenkleber gegen die Startbahn

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    • 24.02.12
    • Flughafen
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Mit Sekundenkleber gegen die Startbahn

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Flughafen - Nachdem sie geholfen haben, den Bau der dritten Startbahn am Londoner Flughafen Heathrow zu verhindern, wollen drei Briten nun auch die Erdinger Widerstandskämpfer unterstützen.

Pistengegner unter sich: Dan Glass, Joseph Brückner, Martin Geilhufe, Tamsin Omond, John Stewart, Manfred Drobny und Christian Magerl. Foto: kaindl

Pistengegner unter sich: Dan Glass, Joseph Brückner, Martin Geilhufe, Tamsin Omond, John Stewart, Manfred Drobny und Christian Magerl. Foto: kaindl

„In ein paar Jahren treffen wir uns noch einmal hier, und ich bin mir sicher, dass dann an dieser Stelle kein Flughafen ist“, sagte Dan Glass und deutete auf den matschigen Boden in der Nähe des Stoibermühle-Weihers. Dort plant die Flughafen München GmbH (FMG) die dritte Start- und Landebahn für den Erdinger Airport. Zusammen mit John Stewart und Tamsin Omond reiste Glass aus London an, um sich ein Bild von der Umgebung des Flughafens zu machen.

Die drei Umweltaktivisten erzählten Christian Magerl und Manfred Drobny vom Bund Naturschutz (BN) Freising sowie Joseph Brückner und Martin Geilhufe von der BN-Jugendorganisation, wie sie damals gegen die dritte Startbahn am Londoner Airport Heathrow gekämpft haben. „Wir haben uns zusammengetan und vor allem die Jugend motiviert, sich uns anzuschließen. Und wir hatten viele verschiedene Argumente“, erklärte der 62-jährige Stewart. Dazu zählten neben den Belastungen für die Umwelt und der Vertreibung der angesiedelten Menschen vor allem die wirtschaftlichen Faktoren. Mit einer unabhängigen niederländischen Beratungsfirma feilten die Startbahngegner ein wirtschaftliches Konzept aus, das zu einem der Hauptgründe für ihren Sieg wurde.

Im Mai 2010 legte die neu gewählte Regierung schließlich alle Ausbaupläne auf Eis. „Das ist auch in Deutschland möglich, die Situation ist sehr ähnlich zu der, die wir vor fünf Jahren hatten“, machte Osmond den Startbahngegnern Hoffnung. Magerl und Geilhufe präsentierten den Briten dann Fakten, „die belegen, dass die dritte Bahn nicht notwendig ist“. Die Passagierzahlen seien im Vergleich zu den letzten Jahren gesunken, außerdem sei der Flughafen im Erdinger Moos der mit den meisten innerdeutschen Flügen. „Man könnte also auch mit dem Zug fahren“, argumentierte Magerl.

Stewart, Glass und Osmond empfehlen den Bürgern, sich zu wehren. „Man darf sich nicht hinsetzen und abwarten, sondern selbst die Initiative ergreifen“, appellierte Stewart. So wie Glass, der sich damals mit Sekundenkleber an den Arm des Premierministers Gordon Brown geheftet und gesagt hatte: „Sie können mir jetzt nicht mehr weglaufen, genauso wenig, wie Sie vor dem Klimawandel weglaufen können.“

(Alexander Kaindl)

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Kommentare

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FreisingerBuerger27.02.2012, 13:08Antwort
(1)(0)

Abgesehen davon: wieso eigentlich 'Erdinger ....'? Es handelt sich doch hier hauptsächlich um ein Freisinger Phänomen. Was man auch an den Herren Magerl und Drobny erkennen kann. Also bitte nicht die Erdinger solchen Schwachsinns bezichtigen. Ehre wem Ehre gebührt!

FreisingerBuerger27.02.2012, 13:01Antwort
(2)(0)

Empfehle der Halbwahrheiten-Propaganda der Startbahngegner nicht bedingungslos zu folgen. Die Umstellung vor allem der Lufthansa auf größeres Fluggerät (Embraer 190 u. Canadair RJ 700/900 statt Fokker 50 o. Dash 8) in den letzten 2 Jahren bedingt die Verringerung der Flugbewegungen bei gleichzeitigem Anstieg der Passagierzahlen.
Wenn morgens alle Pendler zusammen in VW T5 nach München fahren würden, wäre auch weniger Stau als heute, wo alle einzeln in ihrem PKW unterwegs sind. Wenn man hier ein gleiches 'Passagier'wachstum annehmen würde, wäre bald wieder Stau; nur halt voller Kleinbusse. Aber halt: die Autobahn wird ja immer weiter ausgebaut...

Finsinger27.02.2012, 08:23Antwort
(6)(0)

Herr Magerl schreit immer auf.
Egal zu was oder worüber.
Leider fragt er sich selten oder nie was er damit eigentlich erreicht.

Herr Magerl war einer der Verantwortlichen für die brenzlige Siteration beim letzten Hochwasser im Bereich Gaden.
Üblicherweise steigen Politiker bei solchen Anlässen ja in ihre Gummistiefel, drängen sich in die erste Reihe der Einsatzkräfte und machen auf betroffen. Herr Magerl war damals nicht dabei, er war gar nicht da.
Sonst hätte er mit eigenen Augen die Folgen seines (nicht) Handelns mal hautnah gesehen.
Wenigstens hat er damals Feuerwehr, BW, die rekrutierten Firmen und die Anwohner nicht am Isardeich auch noch behindert. Vielleicht hatte er aber auch nur Angst das die Anwohner handgreiflich werden!!!

Aus dieser Sicht meine ich, das selbst die schlimmsten Banditen innerhalb der anderen Parteien immer noch harbloser sind als diese selbsternannten Gutmenschen und Umweltschützer.
In diesem Sinn, Herr Magerl - gehn sie doch mit den Tierschützern in eine Neufahrer Brotfabrik und verschonen sie den Rest der Welt mit ihren Wirrungen!

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