Erding - Frischer Wind weht durchs Erdinger Jugendzentrum (JuZ) an der Dorfener Straße. Nach gut einjähriger Umbauphase ist neues Leben in die Einrichtung gekommen.

Warme Orange-Töne und ein einheitliches Mobiliar machen das Café im Jugendzentrum Erding zu einem beliebten Treffpunkt. foto: macht
Neben fröhlichen Farben und einheitlichem Mobiliar gibt es auch ein neues Konzept. Uli Hofstaller, Leiter der offenen Jugendarbeit der Stadt Erding, Sozialpädagoge Lars Müller und Pädagogischer Mitarbeiter Istref Berisha haben es erarbeitet. „Wir wollen weg vom einfachen Jugendzentrum, hin zu einem Jugend- und Kulturhaus“, erklärte Hofstaller bei der Eröffnung des Café Orange am Freitagabend, die mit einem Akustikauftritt der Band The Backs gefeiert wurde.
Das Café im Erdgeschoss ist Teil des neuen Konzepts, das den Jugendlichen mehr Freiheiten bieten soll. „Sie sollen und können eigenverantwortlich arbeiten und sehen, was sie erreichen können“, sagt Hofstaller. So bekommen die jungen Leute die Möglichkeit, gemeinsam kreativ zu werden und Veranstaltungen in Eigenregie zu organisieren. Dazu brauchen sie soziale Kompetenzen wie Teamwork, Organisationstalent und Selbstdisziplin.
Das sei auch fürs spätere Berufsleben von Vorteil, ist sich Hofstaller sicher. Er kann sich vorstellen, dass Lesungen, Versammlungen oder kleine Konzerte im Café Orange stattfinden. In Kürze werden DJs dort auflegen, ein Poetry Slam ist in Planung. Alle zwei Wochen soll immer freitags was los sein.
Im Bandraum im Keller hat sich besonders viel getan. „Wir brauchten eine gescheite Belüftung, neuen Schall- und Feuerschutz. Da haben wir keine halben Sachen gemacht, sonst hätten wir es gleich lassen können“, berichtet Hofstaller. Zudem wurde eine Wand entfernt, so dass sich künftig fünf bis sechs Bands unterbringen lassen. „Die Nachfrage nach Proberäumen ist sehr groß. Wir haben schon einige Anfragen.“ Doch noch müssen sich die Nachwuchsmusiker gedulden, denn der Bandraum wird wohl erst Mitte März bezugsfertig sein.
Daneben stellt das JuZ Räume für Erdinger Gruppen und Vereine zur Verfügung. Tanz- und Theatergruppe, Fotoclub, MOE e.V., Sambatrommler - die Liste ist lang. Und sie soll noch länger werden, wenn es nach Hofstaller geht: „Das Haus soll voll und lebendig sein.“ Das Herzstück des Jugendzentrums - das Angebot der offenen Jugendarbeit - hat im Zentrum des Hauses Platz gefunden. Dort können die Teenager Billard spielen, kickern, ratschen. Dort haben die Mitarbeiter ein offenes Ohr für sie.
Zwei Experten kümmern sich um die Jugendlichen in Erding, zwei Pädagogen um die Besucher des Jugendtreffs in Altenerding. „Wir haben zwei Häuser, sind aber ein Team“, betont Hofstaller, dem die Trennung der Jugendzentren anfangs gar nicht gefallen hat. Zu Beginn habe es eine regelrechte Rivalität zwischen den Nutzern gegeben, zum Beispiel beim gemeinsamen Fußballturnier. „Da hat sich zum Glück viel getan. Jetzt besuchen die Teenager beide Jugendzentren - egal, wo sie leben“, freut sich Hofstaller. (vam)
Bestimmen Sie auf der Karte die Region, aus der Sie Nachrichten angezeigt bekommen möchten.



Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.