Auf der Suche nach dem Flussregenpfeifer

Berglern - Neuer Anlauf für die Berglerner Bürger-Photovoltaikanlage: Ein Gutachten soll Klarheit über die Vogelpopulation in dem Bereich bringen.

Mit dem Beschluss zur Änderung des Flächennutzungsplanes nimmt die Gemeinde Berglern einen neuen Anlauf für eine Bürger-Photovoltaik-Anlage am Gelände der ehemaligen Kiesgrube Berglern. Die Fläche liegt im Europäischen Vogelschutzgebiet, ist aber als Kiesabbaugebiet genehmigt.

Wie berichtet scheiterte das erste Verfahren für die PV-Anlage am Flussregenpfeifer. Über dessen Vorhandensein und seine mögliche Umsiedlung war die Gemeinde man uneins mit der Unteren Naturschutzbehörde. Der Bewuchs auf der Schotterfläche macht es inzwischen unwahrscheinlich, dass der Vogel dort brütet. Das Landratsamt lenkte deshalb ein und gibt dem Verfahren eine zweite Chance. Allerdings muss dafür ein Gutachten nachweisen, dass sich weder der Flussregenpfeifer noch andere schützenswerte Vögel dort ansiedeln.

Das Vorgehen ist mit der Höheren Naturschutzbehörde abgestimmt, so dass die Gemeinde lediglich einen neuen Aufstellungsbeschluss fassen und einen Sachverständigen beauftragen muss. Die Kosten hierfür übernehme der Investor, erklärte Bürgermeister Herbert Knur. Je nachdem wie oft der Vogelkundler das Gelände inspiziert, wird das Gutachten etwa 7000 Euro kosten und etwa im Juni vorliegen. Trotz der niedrigeren Eispeisevergütung rechne sich die Anlage nach wie vor, da die Module deutlich günstiger wurden. Mit 0,7 Megawatt pro Jahr werde sich in Berglern die Bilanz für Erneuerbare Energien erkennbar verbessern.

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