Erding - Der Fasching 2012 ist zu Ende. Die Moosgeister vertrieben nicht nur der Sage entsprechend das Böse aus der Stadt, sie sorgten wieder einmal für einen fulminanten Ausklang der fünften Jahreszeit.

© Hans Moritz
Furchteinflößend war der Auftritt der Erdinger Moosgeister in der Innestadt
Es war zwar kalt, doch die strahlende Wintersonne lockte tausende Menschen in die Innenstadt zum bunten und fröhlichen Faschingsfinale. Gleich zu Beginn gab es auf der Langen Zeile, auf dem Schrannen- und auf dem Kleinen Platz kaum noch ein Durchkommen.
Mittendrin: Die wild maskierten Mitglieder der Brauchtumsgruppe Ardinger Moosgeister, seit vielen Jahren rührige Veranstalter des Kehraus’ in der Herzogstadt. Mit ihrem dampfenden, krachenden und Funken sprühenden Gefährt rollten sie immer wieder Erdings Flaniermeile auf und ab. Finstre Gesellen mit Fellen über der Schulter und eindrucksvollen Holzmasken vor dem Gesicht flankierten den Umzug und ließen keine Gelegenheit aus, den Zuschauern giftgrüne Farbe ins Gesicht zu malen.
Zur Überwachung hatte das Rathaus einen privaten Sicherheitsdienst engagiert. Die Polizei kontrollierte nach den Worten von Dienstgruppenleiter Konrad Ecker mit deutlich mehr Personal als sonst. Einer der Beamten meinte: „Natürlich haben wir ein Auge drauf, gerade auf das, was junge Leute trinken. Auf der anderen Seite gilt auch an Fasching der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit.“
Keine Verbote gab es bei den Kostümen, und so war die Vielfalt wieder eine Augenweide.
Und eine junge Frau nutzte das Moosgeistertreiben, um ihr Dasein als Junggesellin zu beenden. Mit ihren Freundinnen feierte sich einen fröhlichen Abschied vom Alleinsein. Der künftige Gatte durfte bei dieser ausgelassenen Runde natürlich nicht dabei sein.
Hans Moritz
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