Erding - Die UWE hat sich in punkto Nordumfahrung festgelegt: Fraktion und Vorstand lehnen die Südtrasse ab. Mit ihnen sei nur die längere Wahltrasse Mitte 3 zu machen.
Nach einer gemeinsamen Sitzung von UWE-Fraktion und -Vorstand erklärte Fraktionssprecher Rainer Mehringer: Wir wollen eine Umfahrung, aber keine Durchfahrung“. Letzteres sei die südliche, von den Planern bevorzugte Variante. Für Mehringer ist die „Durchschneidung Erdings mit einer zusätzlichen Belastung der Langengeislinger und Althamer Bürger ein K.o.-Kriterium“. Hinzu komme, „dass deren unmittelbarer Lebensraum ohnehin in den kommenden Jahren vom S-Bahn-Ringschluss empfindlich berührt werden wird“.
Die UWE setzt stattdessen auf die von ihrem Mitglied Martin Neumaier entworfene Wahltrasse Mitte 3 nördlich von Eichenkofen. Man sei davon überzeugt, dass die von den Planern favorisierte Südtrasse für viele Autofahrer aus dem Nordosten nicht attraktiv sei und deswegen nicht angenommen würde. Mehringer nennt sie „ein Fiasko für Eichenkofen“. Sie würde die Stadtentwicklung im Norden der Kreisstadt „für alle Zeiten verbauen“, warnt der Fraktionschef.
In der UWE will man auch das Argument nicht gelten lassen, dass es schon wegen der Parallele zur Alten Römerstraße die Südtrasse sein müsse. „Denn erstens ist ein neuer Bahnhof im Fliegerhorst derzeit mehr als in Frage gestellt, zweitens ist unseres Wissen die Machbarkeit einer Straße auf dem Militärgelände noch nicht untersucht“, so Mehringer. Allerdings sei die Südtrasse ohne Binnen-Entlastungsstraße, sprich der Nordanbindung, nicht denkbar.
Grundsätzlich ist man in der UWE zur Auffassung gelangt, dass von der Südtrasse keine Entlastung des Verkehrs ausgehe. Stadträtin Johanna Heindl: „Noch am Tag der Freigabe würde der Ruf nach einer Umgehungsstraße laut.“
(ham)
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