Erding - Hitzige Debatten verspricht es am Dienstag im Erdinger Stadtrat zu geben, wenn es um den Planungsstand von Ringschlusses und der Walpertskirchener Spange geht.

Hans Egger glaubt, dass die Ringschluss-Weichen gestellt sind. Foto: fkn
Bürgermeister Max Gotz (CSU) hält von der vom Wirtschaftsministerium aus Kostengründen favorisierten Südeinschleifung der Regionalbahn bei Aufhausen nach wie vor nicht sehr viel und besteht auf der bisherigen Planung mit dem neuen Fliegerhorst-Bahnhof.
Hans Egger, Fraktionschef von Erding Jetzt, verlangt, sich mit den neuen Gegebenheiten endlich abzufinden. Er stellt den Eilantrag, „die Südvariante zügig, erfolgversprechend und einvernehmlich zu optimieren“. Man werde nur zu einer guten Lösung für Erding und zu einer Verbesserung des Nahverkehrsangebotes kommen, wenn man „vernünftig und emotionslos verhandelt“.
Egger gibt Gotz recht, dass es eines engen Schulterschlusses im Stadtrat bedürfe. Umso wichtiger sei ein „transparenter Informationsstand“ für alle Mitglieder. Erding Jetzt beantragt: „Der Stadtrat möge darüber befinden, ob, und falls ja, in welcher Zusammensetzung der Bürgermeister zusammen mir mehreren Stadträten oder Fraktionsführern eine Verhandlungsdelegation nach München bildet, um Entscheidungen vorzubereiten und für alle transparent zu gestalten.“
Was die Ausgestaltung der Südeinschleifung betrifft, verlangt Erding Jetzt die Verlegung der Staatsstraße bei Aufhausen über das Gleis. Aufhausen und Bergham müssten mit „umfangreichen Lärmschutzmaßnahmen“ ausgestattet werden, „auch soweit die über die gesetzlich geforderten Leistungen hinausgehen“. Erding Jetzt kann sich zudem eine Verlegung, Neuanlage oder Zusammenfassung der Haltepunkte Erding, Altenerding und Aufhausen vorstellen. Die Übergänge Haager Straße sowie Bahnhof- und Parkstraße müssten beseitigt und die Sempt untertunnelt werden - sprich in diesem Bereich ist ein Trog oder Tunnel erforderlich. Der Aufhausener Bahnhof solle eine Unterführung bekommen. Im Bereich Ottenhofen sollte eine Gleisspange realisiert werden, um die Eingriffe ins Altenerdinger und Wörther Moos zu minimieren. Nicht zuletzt verlange man eine Garantie, dass keine Güterzüge durch die Stadt rollen.
(Hans Moritz)
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