Erding - Die aktuelle Ringschluss-Debatte wird auch von den Bürgerinitiativen Bahntunnel Erding und Bergham/Aufhausen mit Interesse verfolgt - freilich mit völlig unterschiedlichen Zielvorstellungen.
Peter Badmann, der für die Bürger in den südlichen Stadtteilen spricht, die die Nordtrasse bevorzugen, erklärt nach der Sitzung, der neue Kreuzungsbahnhof im Fliegerhorstgelände und eine sensible Neugestaltung des bisherigen Bahnhofs „stellen eine einmalige Entwicklungschance dar“. Erhalt und Ausbau des Stadtbahnhofs lehnt Badmann ab. „700 zusätzliche Parkplätze am bisherigen Standort hätten enorme Auswirkungen auf die Zubringerstraßen“. Eine räumlich großzügige Lösung sei unumgänglich.
Ausdrücklich stellt sich die BI Bergham/Aufhausen gegen die Südeinschleifung und hinter den Ansatz von Bürgermeister Max Gotz. Der will Nordtrasse und Kreuzungsbahnhof realisieren und sich zugleich für die Beseitigung höhengleichen Bahnübergänge einsetzen.
Völlig anderer Auffassung ist Winfried Busch von der BI Bahntunnel. „Der Bürgermeister ist seinem seit Monaten verfolgten Ziel, die Nordeinschleifung durchzusetzen, näher gekommen.“ Damit, so Busch, erweise er der Stadt aber einen Bärendienst. „Denn es sieht nicht mehr so aus, als dass die Mehrheit im Stadtrat das auch so sieht“. Busch verlangt, „dass nun endlich eine offene Diskussion über beide Varianten zugelassen wird“. Das Plenum müsse sich jetzt zusammensetzen, um die beste Lösung für Erding zu finden. „Das muss nicht die sein, die Herr Gotz für die beste hält“, stellt Busch klar. Er bleibt dabei: „Die Nordtrasse ist in der jetzigen Form eine Katastrophe.“ Entscheidend sei aber, dass die Kommunalpolitik zu einem Konsens findet.
(ham)
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