Erding - Wie geht es weiter mit den Plänen für den Ringschluss, die Walperstkirchener Spange und den Fliegerhorst-Bahnhof? Antworten darauf erhoffen sich die Mitglieder des Strukturausschusses des Kreistages am Montag.
Um 15 Uhr wird im Großen Sitzungssaal der Chefplaner des Projekts erwartet: Ministerialdirigent Hans Peter Göttler. Er wird den aktuellen Stand vorstellen. Bekanntlich favorisiert das Wirtschaftsministerium die Südeinschleifung mit einer gemeinsamen Trasse für S- und Regionalbahnen ab Aufhausen durch die Stadt. Allerdings hat Minister Martin Zeil (FDP) signalisiert, auch die Nordeinschleifung der Regionalzüge in den Fliegerhorst zu akzeptieren, wenn sich Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) bereit erklärt, trotz des etwas geringeren Kosten-Nutzen-Faktors die von der Stadt präferierte Planung zu bezuschussen. Eine Antwort aus Berlin steht freilich noch aus.
Das größte Infrastrukturprojekt Erding war auch Thema in der Bürgerversammlung. Bürgermeister Max Gotz (CSU) machte dabei erneut seine Position deutlich. „Wir bekennen uns zum Ringschluss. Wir brauchen ihn als eine der Hauptantworten auf den zunehmenden Verkehr in Erding sowie auf die Entwicklung am Flughafen“, sagte er in der Stadthalle. Zu den vielfältigen Forderungen seitens der Bürgerinitiativen sowie der anderen Stadtratsfraktionen erklärte der Bürgermeister: „Uns muss klar sein, wir sind nicht Träger der Maßnahme, daher ist unser Einfluss auf die Planungen begrenzt.“
Erneut wies Gotz Vorwürfe des SPD-Bundestagsabgeordenten Ewald Schurer zurück, zwischen Staatsregierung und Verteidigungsministerium habe es die Absprache gegeben, den Fliegerhorst zu Gunsten des Ringschlusses zu opfern (wir berichteten). ham
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