Erding - Wenn Ewald Schurer den Namen des Grünen-Politikers Martin Runge hört, dann sieht der SPD-Bundestagsabgeordnete Rot.

Ewald Schurer (SPD) will weiter für den Schienenausbau kämpfen. Foto: EA-Archiv
Grund ist dessen Grabrede auf S-Bahn-Ringschluss und Walpertskirchener Spange. Der neue Fraktionschef hatte vor einer Woche in Erding verkündet, er gebe Ringschluss und Spange kaum noch eine Chance auf Realisierung. Die Projekte seien zu teuer, die Verkehrstöpfe ohnehin fast leer.
Nun kam die Gegenrede von Schurer. Der gehört seit Jahren zu den Kämpfern für eine bessere Schieneninfrastruktur im Osten des Flughafens. „Ich bin entsetzt, mit welchen Halbwahrheiten, wie uninformiert und populistisch ein grüner Landtagsabgeordneter hier argumentiert.“
Weil Runge daran erinnert hatte, den überflüssigen Transrapid von München zum Flughafen mit verhindert zu haben, giftet Schurer weiter: „Das Schlimmste ist, dass er nicht einmal in der Lage ist, zwischen einem zu recht gescheiterten Transrapidprojekt und dem lebensnotwendigen Öffentlichen Nahverkehr unserer Flughafenregion zu unterscheiden.“ Schurers Fazit: „Echt beschämend!“
Anders als Runge und Grünen-Kreisvorsitzende Helga Stieglmeier ist Schurer überzeugt, dass der Ringschluss zu einem spürbaren Wechsel vom Auto in den Zug führig wird. Umso wichtiger sei eine „konzertierte Aktion für den Ringschluss der S-Bahn und eine für Erding taugliche Lösung im Streit um die Einschleifung der Trassen und den Bahnhofs-Bau“.
(ham)
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