S-Bahn-Ringschluss: Gotz' Plädoyer für die Nordeinschleifung

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    • 17.05.12
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S-Bahn-Ringschluss: Gotz' Plädoyer für die Nordeinschleifung

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Erding - Mit Leidenschaft warb Bürgermeister Max Gotz in der CSU-Ortsversammlung für die Nordeinschleifung der Walpertskirchener Spange.

Blumen zum Abschied: Max Gotz (r.) und Jakob Schwimmer dankten der stellvertretenden Ortsvorsitzenden Hedwig Kribitzneck (2. v. l.), die nach Rosenheim zieht, und beglückwünschten ihre Nachfolgerin Janine Krzizok, die 56 von 58 gültigen Stimmen erhielt. foto: (Ippisch)

Blumen zum Abschied: Max Gotz (r.) und Jakob Schwimmer dankten der stellvertretenden Ortsvorsitzenden Hedwig Kribitzneck (2. v. l.), die nach Rosenheim zieht, und beglückwünschten ihre Nachfolgerin Janine Krzizok, die 56 von 58 gültigen Stimmen erhielt. foto: (Ippisch)

„Mit Perspektiven für die Stadtentwicklung kann es nur die Nordeinschleifung geben.“ Dies betonte Stadt- und CSU-Ortschef Max Gotz am Mittwochabend in der CSU-Hauptversammlung beim Mayr-Wirt. Gleichzeitig forderte er die anderen Fraktionen im Stadtrat auf, „klaren Blick zu bewahren und Neues als Chance zu begreifen“. Schließlich gelte es, am Dienstag, 22. Mai, im Stadtrat eine historische Entscheidung zu fällen.

Dass diese für ihn nur die Nordeinschleifung mit einem Kreuzungsbahnhof auf dem Fliegerhorst-Gelände sein kann, unterstrich Gotz erneut. Denn „die Südeinschleifung bedeutet, dass wir keinerlei Einfluss auf die Taktzahl der Regionalbahn haben“. Schon heute sei der Streckenabschnitt München-Mühldorf mit 25 000 Pendlern der am besten ausgelastete. Dann würden „Züge in der Anzahl x zu jeder Tages- und Nachtzeit durch Erding fahren. Das ist ein K.o.-Kriterium“, so der Bürgermeister.

Zudem sei der Ausbau des bestehenden Bahnhofs in einen Regio-Bahnhof kein Zukunftsstandort angesichts der jetzt schon ausgelasteten Straßen und des weiter steigenden Verkehrsaufkommens. Auch die in Planung befindlichen großen Baugebiete am Poststadel und an der Haager Straße-Ost müsse man berücksichtigen.

Entwicklungsmöglichkeiten würden sich dagegen auf dem Fliegerhorst-Areal bieten. „Vor dem 26. Oktober wusste keiner, was mit dem Fliegerhorst passieren wird. Nun ist klar, dass die Bundeswehr spätestens 2020/2022 nicht mehr da sein wird. Das habe ich nicht zu bewerten, aber das ist zu berücksichtigen“, so Gotz. Schließlich gehe es hier um riesige Flächen, „gut 40 Hektar allein auf Stadtflur. Das ist quasi ein eigener Stadtteil und eine Herausforderung für die Verkehrssituation“. Eine Antwort darauf sei der Kreuzungsbahnhof auf dem Fliegerhorst-Gelände. Auch dessen leistungsfähige Anbindung sei entgegen aller Kritiken durch die Parallelstraße zur Alten Römerstraße „greifbar nahe“.

Gotz unterstrich die CSU- Forderung nach kreuzungsfreien Bahnübergängen in Altenerding, an der Haager und Dorfener Straße sowie nach einer Tunnellösung bis in die Geislinger Änger hinein, damit Langengeisling nicht abgetrennt werde.

Den politischen Gegner bei der Debatte hat er auch ausgemacht: die Freien Wähler. „Ich muss mir nicht sagen lassen, wie ich die Finanzierungslücke zu decken habe.“ Verursacher der erforderlichen Infrastrukturmaßnahmen sei schließlich nach wie vor der Flughafen München.

Jetzt gelte es, Entscheidungen zu treffen. „Wir reden nicht nur drüber, wir handeln.“ Schließlich brauche der Bürger eine Perspektive und habe kein Verständnis dafür, dass manche nochmals verzögern wollen. Gotz’ Appell: „Wir haben nach 30 Jahren die Chance, eine Lösung auf den Weg zu bringen, bei der wir im Anschluss um die Feinheiten ringen müssen.“ (zie)

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Kommentare

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Alex1218.05.2012, 06:16
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Dem muss man zustimmen, da es die bessere von den beiden schlechten Lösungen ist.
Die Variante des Bahnhofes auf dem "alten" Fliegerhorst ist
leider nicht realisierbar, da sie nicht nur 80 Millionen sondern
ca. 200 Mio. dem Erdinger Bürger kostet.
Und ob bis dahin noch Fördermittel des vorhanden sind
ist bei dem derzeitigen EU Desaster fraglich!.
Da könnte man gleich Griechenland aufkaufen, genau
so wie die DDR.

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