Neue Wege war die Gemeinde St. Wolfgang im Baugebiet „Am Grünbach“ gegangen und hatte 2011 ein ganz neues Modell zur Familienförderung bei der Schaffung von Wohneigentum als Ersatz für das Einheimischenmodell beschlossen. Dieses war vom Gemeinderat zeitlich bis Ende 2012 begrenzt worden, erinnerte Bürgermeister Jakob Schwimmer (CSU) bei der jüngsten Gemeinderatssitzung.
Familien können durch dieses Modell bis zu maximal 40 000 Euro Nachlass beim Grundstückspreis bekommen. „Dabei wird geklotzt und nicht gekleckert“, hatte der Bürgermeister bei der Einführung des Modells versprochen. Beschlossen hatte der Gemeinderat, Familien je 10 000 Euro Preisnachlass pro Parzelle und Kind zu gewähren, wenn sie dort ein Haus gebaut haben und eingezogen sind. Bis zu maximal vier Kinder werden gefördert. Der familienfreundliche Beschluss gilt noch bis zehn Jahre nach der Beurkundung des Grunderwerbs. Bekommt eine Familie in dem Zeitraum noch Nachwuchs werden jeweils 10 000 Euro von der Gemeinde erstattet. Für Mieter gilt die Reglung nicht.
Über die Verlängerung dieser Förderung wurde nun im Gemeinderat beraten. Nach nur kurzer Diskussion waren sich die Gemeinderäte bereits einig, dass dieses Familienprogramm weitergeführt werden soll. Damit soll der Kinderwunsch von Eltern gefördert werden. Einstimmig wurde die Laufzeit um ein Jahr bis 31. Dezember 2013 verlängert. Nächstes Jahr soll dann wieder beraten werden.
Anton Daumoser (FW Gatterberg/Schönbrunn) befürworte die Regelung, äußerte aber Bedenken, das Geld für die Erstattung könnte künftig der Gemeinde fehlen: „Man weiß ja ned, was wird.“ Daumoser würde es „besser gefallen“, wenn die Gemeinde ein extra Konto nur für diese Auszahlung angelegt werde.
Verwaltungsleiter Christian Miksch erklärte, dass im Haushalt eine gewisse Summe für diese Förderung eingestellt sei. Heuer könne mit rund 80 000 Euro gerechnet werden. Und wenn das Baugebiet erst einmal voll bebaut sei? Schwimmer beruhigte, das werde von den Auszahlungen „ned so riesig“.
(prä)

















