Erding - Auch nach 18 Verhandlungstagen ist im Tresorknackerprozess kein Ende in Sicht.
Seit September läuft vor der 6. Strafkammer des Landshuter Landgerichts der Prozess gegen die mutmaßliche Führungsriege der Erdinger Tresorknackerbande. An 18 Tagen wurde verhandelt, doch die vermeintlichen Kronzeugen - bereits verurteilte Bandenmitglieder - hüllen sich in Schweigen.
Für den Vernehmungsbeamten von der Erdinger Kripo war dies keine Überraschung: „Der hat eine Mordsangst.“ Immerhin habe er bei seiner polizeilichen Aussage vor allem den ebenfalls inzwischen verurteilten Flex-Spezialisten als einen der führenden Köpfe belastet, der angeblich Einbruchsobjekte ausgesucht und die Leute eingeteilt habe. Dieser ist der Cousin des Cafétiers und war für die Brüche extra aus Belgien eingeflogen. Auch er machte von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch, nachdem ihn Vorsitzender Richter Robert Mader zuvor über Aussagen von ehemaligen Bandenmitgliedern, er sei möglicherweise sogar der „Kopf“ gewesen, informiert hatte. „Da könnte noch was nachkommen“, sagte der Richter. Für den Prozess, der unter strengen Sicherheitsvorkehrungen stattfindet, sind noch Termine bis Ende März angesetzt. (ötl)
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