Beuerberg - Vor 15 Jahren hat Andrea Becker die Beuerberger Geigentage ins Leben gerufen. Die Geigenpädagogin würde gerne diesen, ihr „liebgewordenen“ Orchesterworkshop für Kinder und Jugendliche fortführen, doch dazu fehlt es ihr an Geldern.
Noch vor einem Jahr war alles ganz anders. Andrea Becker wird nicht mehr weitermachen und gibt den Stab an die Doppel-Dirigentenspitze Florian Appel und Franz Leander Klee ab. Das ist inzwischen hinfällig. Appel und Klee stehen für die Beuerberger Streichertage nicht mehr zur Verfügung, wie Andrea Becker in einer kurzen E-Mail mitgeteilt wurde. Sie wird es also wieder selbst in die Hand nehmen.
Inzwischen gibt es zwar schon einen Nachfolger für die Doppelspitze, einen „charismatischen jungen Dirigenten“ – dessen Namen will Becker aber erst nach der endgültigen Vertragsunterzeichnung bekannt geben. Die Geigenpädagogin hat aber ein neues Problem. „Uns fehlen mindestens 1000 Euro“, damit die dreitägige Veranstaltung, bei der Nachwuchsmusiker in einer Orchestersituation miteinander und voneinander lernen können, auch künftig stattfinden kann. An die 45 Musikschüler sind jedes Jahr mit großer Freude dabei.
Wie viele Projekte dieser Art funktioniert auch dieses mit der besonderen Mischung aus Idealismus und Ehrenamt. Doch hinter den Streichertagen steckt ein enormer Arbeitsaufwand. Becker und ihr Team (Regine Nosske und Monika Schmidt) arbeiten zwar fast unentgeltlich, aber hochprofessionell. Für die Teilnehmer des dreitägigen Seminars mit anschließendem Abschlusskonzert sind Kost und Logis gesichert, doch die Dirigenten müssen bezahlt werden. Ohne die „große finanzielle Unterstützung“ der Gemeinde Eurasburg, der Raiffeisenbank Beuerberg und der Sparkasse Bad Tölz-Wolfratshausen wäre dies in den vergangenen Jahren ohnehin nicht möglich gewesen.
von Roswitha Diemer
Rubriklistenbild: © dapd
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