München - Das Münchner Aktionsbündnis ist zufrieden: Bisher konnten stolze 18.000 Unterschriften für das Startbahn-Begehren gesammelt werden. Doch Anfang 2012 müssen die Helfer noch weitere 16 000 Bürger überzeugen.
18 000 Unterschriften hat das Münchner Bündnis gegen die dritte Startbahn innerhalb von sieben Wochen für sein Bürgerbegehren gesammelt. Das Bündnis will einen Bürgerentscheid über die geplante Start- und Landebahn am Flughafen erzwingen – und sie mit einem „Nein“ der Münchner verhindern.
30 000 gültige Unterschriften müssen her – nach Bündnis-Einschätzung sogar an die 34 000, da erfahrungsgemäß viele Unterschriften ungültig sind, etwa, weil die Unterzeichner keinen Erstwohnsitz in München haben. Gestern präsentierte das Bündnis, in dem unter anderem die Grünen, die Freien Wähler und der Bund Naturschutz zusammenarbeiten, stolz die Zahl 18 000. „Wir sind frohgestimmt“, sagte Michael Piazolo.
Im neuen Jahr soll ein dauerhafter Stand eingerichtet werden – möglicherweise am Sendlinger Tor. Auch in den Stadtteilen will man weiter werben. Und die Grünen haben gestern eine Massen-Petition im Internet gestartet, die sich an den Landtag richtet. Dass der Verwaltungsgerichtshof (VGH) wie berichtet angeregt hat, mit dem Baubeginn zu warten, bis über 22 Klagen gegen die Startbahn entschieden ist, gebe dem Bündnis weiter „Rückenwind“ glaubt Piazolo.
Gegenwind droht hingegen im nächsten Jahr. Dann dürften in Sachen Ratsbegehren auch die Flughafen-Befürworter beginnen, ihr Anliegen zu bewerben. Piazolo: „Wir gehen davon aus, dass da viel Geld im Spiel ist.“ Das Bündnis hingegen setzt auf ehrenamtliche Helfer – und günstige Formen der politischen Werbung. „Vielleicht“, so Schulze, „machen wir auch mal eine Kneipen-Tour“.
Felix Müller
Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)
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