Zugegeben: Der Ort, den die Telekom für diese öffentliche Telekommunikationsstelle - ein an einem Stahlmasten installiertes Telefon - gewählt hat, liegt nicht gerade im Zentrum des Geschehens. An der Albert-Schweitzer-Straße, gut versteckt am Rande einer Hecke, steht das gute Stück. Und wartet. Seit acht Jahren wartet es auf telefonierende Kundschaft. Vergebens. Acht Jahre: So lange ist es her, als der letzte Allershausener diese sogenannte Basisstation genutzt hat. Seither hat die Telekom hier keinen Cent Umsatz mehr gemacht. Und zieht die Konsequenz daraus: Das Telefon kommt weg. Die Gründe hierfür liegen auf der Hand: Beinahe jeder verfügt über ein Mobiltelefon, ist immer und überall erreichbar. Seit Jahren hat die Telekom einen „dramatischen Rückgang in der Nutzung unserer öffentlichen Telekommmunikationsstellen“ zu verzeichnen. So begründet Helmut Fahrner von der Telekom in einem Schreiben an die Gemeinde auch den Schritt des Unternehmens, den Standort an der Albert-Schweitzer-Straße in Allershausen aufzulösen.
Noch 50.000 Telefonzellen in ganz Deutschland
Der Gemeinderat nahm dies zur Kenntnis. „Was bringt es auch, daran festzuhalten, wenn es ein reines Verlustgeschäft für das Unternehmen ist?“, finden Bürgermeister Rupert Popp und die übrigen Bürgervertreter.
Eine Statistik, wie viele Telefonzellen es in einzelnen Landkreisen gibt, hält die Telekom nicht vor. „Solche Reportings machen aus unserer Sicht keinen Sinn“, sagt Markus Jodl von der Pressestelle der Telekom. Aber er hat bundesweite Zahlen parat: Aktuell gebe es in ganz Deutschland noch 50.000 Telefonzellen, die die Telekom betreibt, darüber hinaus noch einige von Alternativanbietern. An Flughäfen oder Bahnhöfen werden die öffentlichen Telekommunikationsstellen laut Jodl noch gut genutzt. Anders sei das aber eben an eher abgelegenen Standorten - wie das Beispiel Allershausen zeigt.
Und deshalb hat schon bald das letzte Stündlein dieses Öffentlichen Telefons geschlagen: Wer hier noch ein letztes Mal telefonieren möchte, muss sich beeilen: Der Abbau ist in den kommenden Wochen geplant.















