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    • 30.01.13
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Vom Initiator zum Liquidator

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Freising - Über 30 Jahre alt wurde er, der Kirchenbau- und Erhaltungsverein Lerchenfeld. Seit einigen Tagen ist er Geschichte. Für die Vorstandswahlen gab’s keine Anwärter mehr, der Verein wurde aufgelöst.

Alt-OB Dieter Thalhammer muss nach über 30 Jahrenden Verein abwickeln.

Alt-OB Dieter Thalhammer muss nach über 30 Jahrenden Verein abwickeln.

Alt-OB Dieter Thalhammer, der Vorsitzende des Kirchenbau- und Erhaltungsvereins St. Lantpert, Lerchenfeld war vor über 30 Jahren auch dessen Initiatior. Jetzt ist er der Liquidator. „Wir haben für die Neuwahlen keine Aspiranten mehr gefunden, die sich zur Verfügung gestellt hätten.“ Und das habe auch einen Grund, erklärt Thalhammer: „Alle, die wir vom Vorstand angesprochen haben, waren der Meinung, der Verein habe seine Aufgabe längst erfüllt.“

Vor über 30 Jahren, auf Initiative Thalhammers gegründet, hatte der Kirchenbauverein unter der Leitung des unvergessenen Stadtrats und engagierten Pfarreimitglieds Erwin Geßl, seine Arbeit aufgenommen. Der Zweck: Spenden für die Ausstattung der damals gerade im Bau befindlichen Pfarrkirche St. Lantpert zu generieren. Und da hatten die seinerzeit rund 100 Mitglieder im Laufe der Jahre Erfolg. „Die Bilanz kann sich durchaus sehen lassen“, blickt Dieter Thalhammer zurück: Umgerechnet über 160 000 Euro wurden im Laufe der Jahrzehnte gesammelt.“ Mit dem Geld wurden wichtige Dinge (neue Bänke, Ausmalung) der 1984 eingeweihten Kirche mitfinanziert.

In den vergangenen Jahren beschränkte sich der Vereins-Aufgabenbereich nur noch auf die Finanzierung von Verbesserungsmaßnahmen - dazu gehörten etwa ein neuer Boden in der Sakristei oder neue Liedanzeigetafeln. „Für diese Art von Anschaffungen aber gibt es ja auch das Kirchgeld, das freiwillig von den Pfarreimitgliedern gezahlt wird.“ Und bei größeren Projekten, erklärt Thalhammer, müsse man ohnehin dezidierte Einzelaktionen starten: „Die Zweckbestimmung des Erhaltungsvereins hat sich im Laufe der Jahrzehnte schlichtweg überholt.“ Außerdem schrumpfte die Mitgliederzahl kontinuierlich. Heute sind es noch 37: „Viele sind gestorben oder aus der Pfarrei weggezogen“, sagt Thalhammer. Neue kamen nicht mehr nach.

Nach der vor einigen Tagen im Pfarrheim beschlossenen Auflösung wird der Verein - so will es das Gesetz - noch ein Jahr weitergeführt: „Der Vorstand fungiert während dieser Zeit als Liquidator.“ Nach Ablauf dieser Frist erfolgt dann die Löschung aus dem Vereinsregister. Über die Auflösung wurden die Mitglieder - außer der 13 bei der Hauptversammlung anwesenden - per Brief informiert. Und, so Thalhammer: „Wir stellen es jedem anheim, auch weiterhin einen Obolus an die Pfarrkirchenstiftung zu überweisen, der dann zweckgebunden für Kirchenanschaffungen verwendet wird.“

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