Freising - Sie wollen mit alten Autos von Freising aus über den Balkan durch Istanbul bis weit in den Osten der Türkei fahren. Aber nicht nur das: Hinter dem Projekt der „Rallye Bayern Anatolien“ steckt vor allem die Idee, dabei ein gutes Werk zu tun. Die Drahtzieher des caritativen Abenteuers kommen aus Freising.

Sie wollen die Kug fliegen lassen: Thomas D. Grevel vom Oldtimer-Club und Wolfgang Illinger (r.). Foto: Fischer
Die Organisatoren Thomas D. Grevel und Wolfgang G. Illinger haben das ehrgeizige Unternehmen mit dem sie Kinderhilfsorganisatoren in der Türkei unterstützen wollen, kürzlich beim Neujahrsempfang der „Oldtimerfreunde Freising“ vorgestellt. Grevel ist Vorsitzender des Oldtimer-Clubs, Illinger hat gerade mit einer spektakulären „Allgäu-Orient-Rallye“ auf sich aufmerksam gemacht (wir haben berichtet). Zusammen wollen sie nun die Rahmenbedingungen für ein neues Orient-Abenteuer schaffen. Die Pläne sind bereits weit gediehen. Man hat ein sechsköpfiges Organisationskomitee gegründet und Regeln festgelegt, wie Illinger und Grevel mitteilten. Demnach sollen bei der Rallye Teams, die aus drei Fahrzeugen bestehen, gebildet werden. Ziel ist es, hauptsächlich auf Landstraßen und Nebenstrecken unterwegs zu sein. Autobahnen und Schnellstraßen sind verpönt und nur in Ausnahmefällen erlaubt.
Neben dem Abenteuer und der fahrerischen Herausforderung sehen die Organisatoren allerdings den caritativen Charakter und völkerverbindende Aspekte der Aktion im Vordergrund. Die einzelnen Teams sollen auf ihrem Weg nämlich verschiedene caritative Einrichtungen anfahren und Spenden übergeben. Die will man bereits im Vorfeld sammeln und bündeln, wie Illinger betonte. Im Wesentlichen handelt es sich bei der Spendenaktion um eine Kooperation mit SOS-Kinderdörfern. Laut Illinger will man mit dem Geld Kindern vor Ort eine Schulbildung ermöglichen.
Außerdem bleiben alle Rallyefahrzeuge als Spende am Zielort in der Türkei und werden dort zugunsten der Hilfseinrichtung Türkiye Egitim Gönnüllülerie Vakfi (TEGV) versteigert. Ein Problem stellt noch die legale Verwertung der Fahrzeuge dar. Womöglich würden die Autos zerlegt und als Einzelteile verkauft. „Wir rechnen mit Zollschwierigkeiten, hoffen aber, das noch in den Griff zu bekommen“, erklärte Illinger.

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