Freising - Zum Auftakt des OB-Wahlkampfs war das Motto klar: Weg vom Image der Nein-Sager und Dagegen-Partei. Die Grünen in Freising sagen „Ja, wir sind bereit“ und rufen laut „Sebastian Habermeyer - Ja“.

Sebastian Habermeyer will Freising „wirklich zumHerz Altbayerns machen“.
Rund 150 Interessierte sitzen am Donnerstagabend im Asamfoyer. Sie wollen hören, wie Habermeyer „Klartext“ redet, wie sein Plan für Freising aussieht, sollte er OB werden. Zunächst hören sie nichts von, sondern über Habermeyer und die Grünen, die laut Ortssprecherin Birgit Mooser-Niefanger „keine Wolkenkuckucksheime auf Geldtangenten ohne Wiederkehr“ bauen. Bayerns Grünen-Chef Dieter Janecek ist in die „grüne Hochburg“ Freising geeilt und lobt Habermeyer als einen, der „nicht um den heißen Brei herum redet“. Und MdL Christian Magerl fordert, dass von der kleinen Kommunalwahl ein „klares Zeichen“ ausgehe - ein Zeichen, dass Parteien, die überregional für die Startbahn sind, „in Freising keinen Fuß mehr auf den Boden bringen“, ein Zeichen gegen eine „völlig verfehlte Betonpolitik der CSU und großer Teile der SPD“.
Ganz oben steht bei Habermeyer ein Thema, auf das er „gut verzichten“ könnte: die dritte Startbahn - das Projekt, bei dem es „schlicht um die Überlebensfähigkeit der Umlandkommunen geht“. Aufgemuckt verspricht er ein Organisationsbüro, hat eine eigene Info-Schrift als Antwort auf die FMG-„Hauspostille“ im Visier und will aus der „Airfolgsregion“ aussteigen. Aber nicht nur wegen dieses klaren Bekenntnisses gegen den Airportausbau wolle er gewählt werden. „Das wäre schade.“
Nachhaltige Stadtplanung im Sinne des Bewahrens des Historischen und einer Lebensqualität mit moderatem Wachstum hat sich Sebsatian Habermeyer zudem auf die Fahnen geschrieben. Auf 17 Seiten hat er sein Programm zusammengefasst in dem Vieles zwischen Moosach-Öffnung und Unterstützung erneuerbarer Energien nachzulesen ist. Seit gestern hat er auch eine eigene Kandidaten-Homepage (www.sebastian-habermeyer.de). Und er verspricht den „lieben Grünen und Grüninnen“ sowie allen Bürgern: „Bei mir gibt’s Klartext.“ Den Ausdruck „zu gegebener Zeit“ werde man von ihm nicht hören.
Einen Vorgeschmack auf das OB-Kabarett, das bei der „Grünen Nacht“ am 9. Februar zur Gänze aufgeführt wird, gibt es am Donnerstag auch schon: Im Förder-Kindergarten Villa Kunterbunt tritt beispielsweise ein „Erich Irrläufer“ auf, der den kleinen Tobi als „Herr Judas“ anredet. Und in der Satire-Abteilung der Grünen weiß man, was FSM wirklich bedeutet: „Frühere schwarze Mitläufer“.

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