Freising - Werden große Projekte der Innenstadtkonzeption aufs Abstellgleis geschoben? Zumindest drängte sich im Hauptausschuss dieser Eindruck auf. Denn höchste Priorität hat das Asamgebäude.

Maria Lintl (FSM): Innenstadtkonzeption nicht aus den Augen verlieren.
Was die Stadt bei der Regierung für 2012 an Städtebaufördermitteln beantragt hat, berichtete der Leiter des Stadtplanungsamts, Gerald Baumann, am Montag den Stadträten. Seine Botschaft: Die Regierung habe der Sanierung des Asamkomplexes allerhöchste Priorität eingeräumt und dafür eine Förderung nach allen Kräften in Aussicht gestellt. Und deshalb sind für 2012 zwar „nur“ 100 000 Euro als Planungsmittel zur Förderung beantragt, in den Jahren 2013 bis 2015 aber insgesamt weitere 7,4 Millionen (für den ersten Bauabschnitt) zumindest angekündigt worden.
Die Stadträte wurden hellhörig, ahnten, was das Stündlein geschlagen hatte: Wirtschaftsreferentin Maria Lintl (FSM) bezeichnete das Asamgebäude zwar als „Leuchtturm“, drängte aber darauf, dass wenigstens diejenigen der 23 Maßnahmen der Innenstadtkonzeption, die eindeutig der Wirtschaftsförderung dienten, vorher realisiert werden sollten. Lintl dachte beispielsweise an das geplante Parkhaus im Westen. Auch ihr FSM-Stadtratskollege Florian Notter bat darum, deswegen „nicht das Ganze aus den Augen zu verlieren“. Notter warnte eindringlich davor, dass man sich mit dem Asamkomplex „was an den Fuß bindet“, das Maßnahmen zur Wirtschaftsförderung im Rahmen der Innenstadtkonzeption verhindere. Für Anna Maria Sahlmüller (FDP) war hingegen klar: Die Sanierung des Asamkomplexes, die insgesamt auf 30 bis 40 Millionen Euro geschätzt wird, „muss absolute Priorität haben“.
Wie inzwischen zu erfahren war, sollen die Stadträte demnächst auf Tagesexkursion gehen: Man will sich Objekte ansehen, bei denen ein Innenhof überdacht wurde. Bekanntlich sehen die derzeitigen Planungen für das Asamgebäude eine solche Überdachung nicht vor. Und noch einen Hinweis gibt es, dass man sich auf Raten von teuren Projekten der Innenstadtkonzeption zu verabschieden scheint: Für 2012 bis 2015 sind Maßnahmen in Höhe von insgesamt „nur“ 417 000 Euro zur Förderung beantragt. Immerhin: 150 000 Euro sind für eine Machbarkeitsstudie zur Umgestaltung der Hauptstraße aufgeführt.

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