Eigentlich sollte dieser Tagesordnungspunkt im nichtöffentlichen Teil der Sitzung am Dienstagabend behandelt werden. Silvia Tüllmann fand aber eine Mehrheit für ihren Antrag, diesen Punkt im öffentlichen Teil zu behandeln. Also präsentierte Bürgermeister Rupert Scholz eine Vereinbarung zwischen der Flughafen München GmbH (FMG) und der Gemeinde Kranzberg, zu welchen Bedingungen jährlich 5000 Euro vom Airport jährlich zweckgebunden gesponsert werden. Mit sieben gegen sechs Stimmen wurde nach leidenschaftlicher Diskussion der Kontrakt mit der FMG gebilligt mit der Maßgabe, dass der Passus aufgenommen wird, diese Spende stehe in keiner Weise im Zusammenhang mit dem Bau einer möglichen dritten Start- und Landebahn.
Ablehnend standen diesem Sponsoring vor allem Georg Neumair („man kann sich nicht immer kaufen lassen“), Silvia Tüllmann („des hat a Gschmackl“), Monika Mühl („gibt’s mit anderen Sponsoren auch Verträge?“) und Sebastian Ströhl gegenüber. Monika Mühl fragte grundsätzliche, ob man als Kommune überhaupt Firmenspenden annehmen und dann für die Unternehmen Werbung machen dürfe.
Bürgermeister Rupert Scholz stellte fest, dass mit den 15 000 Euro in drei Jahren keinerlei Bedingungen verknüpft seien. Explizit ausgeschlossen sei, dass die Gemeinde Kranzberg ihre Haltung zur 3. Start- und Landebahn („ist zur Zeit eh nicht relevant“) ändert. Auf der anderen Seite plädierte Sebastian Brunner für die Annahme der 15 000 Euro, während sich Sonja Kieslinger dankbar zeigte, dass Sponsoren auf die Gemeinde zukämen. „Wir selber können aus Zeitgründen gar nicht auf Sponsorensuche gehen.“
Roswitha Schnitzler, die anfangs ein bisschen „Bauchweh mit der Spende“ hatte, fühlte sich bei der Abstimmung beschwerdefrei, als der Passus in die Vereinbarung aufgenommen wurde, dass die milde Gabe der FMG keinerlei Bedeutung für die Haltung der Gemeinde zur dritten Piste im Moos bedeute.
Florian Vierthaler hatte in der Diskussion gemeint, es sei nicht alles schlecht, was vom Flughafen komme. Immerhin seien dort 27 000 Arbeitsplätze geschaffen worden, und man könne inzwischen „mit dem Flughafen leben“. Mit der 3. Start- und Landebahn habe die Spende nichts zu tun, ist sich der FWG-Gemeinderat sicher.















