Freising - Wo sieht die Wirtschaft in Freising Entwicklungspotenzial? Was müsste verbessert werden? Braucht man Wachstum um jeden Preis? Es waren viele Fragen, die die OB-Kandidatin der SPD, Eva Bönig, bei einer Podiumsdiskussion im Hofbrauhauskeller namhaften Vertretern der heimischen Wirtschaft stellte. Und sie bekam jede Menge spannende und interessante Antworten.

Eva Bönig (SPD) diskutierte mit Vertreternder heimischen Wirtschaft.
Die Vorsitzende des Gewerbevereins, Andrea Beck-Baumann, sah durchaus „Verbesserungsbedarf“. Sie wünsche sich von der Politik mehr Gespräche mit der heimischen Wirtschaft - „nicht nur, wenn eine Glocke gekauft wird“. Vor allem: Einen „Kümmerer“ als ständigen Ansprechpartner müsse man einstellen. Efi-Chef Markus Kleindienst unterstützte das, glaubte aber, dass „wir von der Wirtschaft“ diesen Kümmerer bezahlen müssten. Da sei sie wieder, „die Masochistin efi“, konterte Beck-Baumann: Wieso solle die Wirtschaft dafür zahlen, dass die Stadt mehr Gewerbesteuer einnimmt? Das gelte auch für die Weihnachtsbeleuchtung, für die die efi 80 Prozent ihres Budgets ausgebe, obwohl es Aufgabe der Stadt sei.
Über die Wichtigkeit der Innenstadtkonzeption war man sich einig. Kleindienst: „Wir warten auf die Umsetzung“, speziell auf den niveaugleichen Ausbau der Hauptstraße. Dass von CSU-Kandidat Rudi Schwaiger jetzt auf die Sanierung des Asamgebäudes als vordringlichstes Projekt „umgeschwenkt“ werde, kritisierte Kleindienst: „Das wäre fatal“. Auch Beck-Baumann fand die Innenstadtkonzeption „super“, forderte aber eine Wirtschaftskonzeption für ganz Freising.
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