Freising - In Freising, sagte Grünen-Kreisvorsitzende Claudia Bosse, „tobt der Bär“. Und: Der OB-Wahlkampf werde noch „an Fahrt gewinnen“, war sie sich beim Neujahrsessen sicher. Zumindest der Kandidat der Grünen, Sebastian Habermeyer, tat am Samstag einiges, um den Wahlkampf zu befeuern.

© Gleixner
Sebastian Habermeyer zog kräftig gegen seine Mitbewerber vom Leder.
„Wollen wollen wir vieles“, begann Sebastian Habermeyer und meinte die Westtangente. Aber dann müsse man der Bevölkerung auch sagen, was auf sie zukomme - nämlich eine Million Euro Unterhaltskosten pro Jahr. All die Kandidaten, die jetzt sagten, es müsse eine finanzielle Obergrenze für die Stadt bei der Beiteiligung an dem Projekt geben, seien doch die gewesen, die stets strikt für die Westumfahrung waren. Da sei manch einer „vom Saulus zum Paulus geworden“, erregte sich Habermeyer.
„Über die von der CSU“, so ätzte Habermeyer, „müssen wir gar nicht reden: Die pulverisieren sich gerade selbst, das ist fast schon Mitleid erregend.“ Und weiter: „Aber ich habe kein Mitleid!“, rief Habermeyer gleich drei Mal.
Und zu guter Letzt noch ein spöttischer Seitenhieb auf Benno Zierer: Auch wenn er, Habermeyer, keine PR-Agentur habe, „die mir Sätze aufschreibt, die ich vielleicht gar nicht aussprechen kann“, rieche es in Freising stark nach dem ersten „grünen“ OB in Bayern. Seine gute Nase habe ihn selten getäuscht.
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