Freising - Sie werden keine Freunde: Rudolf Schwaiger, OB-Kandidat der CSU, und die Anti-Startbahnkämpfer. Vor allem die Frage, ob Schwaigers „Plan B“ für den Fall, dass die Runway kommt, „Weitsicht“ ist oder den Widerstand schwächt, entzweit die Lager.

„Alle schimpfen über meinen Plan B“, begann Schwaiger gestern Vormittag im Café Central das Gespräch mit Vertretern der Bürgerinitiativen. 20 waren geladen, gekommen waren nur vier - entweder aus Zeitmangel, wie man es Schwaiger mitgeteilt hatte, oder weil man „mit niemandem redet, der einen Plan B hat“, wie Aufgemuckt-Sprecher Hartmut Binner andeutete. Er selbst und drei seiner Mitstreiter hätten „über mehrere Schatten springen“ müssen, um die Einladung nicht auszuschlagen.
Binner sah das ganz anders: Wer so eine Strategie im Kopf habe, der rechne doch schon mit einem Kompromiss. Und: Es gibt keinen Kompromiss. Es gibt nur ein Ziel - die Verhinderung der Startbahn - und hinter dem „müssen wir geschlossen stehen.“ Vor allem: In der Öffentlichkeit erwecke so ein „Plan B“ den Eindruck, dass man den Kampf schon verloren gegeben habe, kritisierte der Aufgemuckt-Sprecher. Und Binner ging noch weiter: „Wieso brauchen Sie so einen Plan B?“ Glaube Schwaiger, dass er damit die Stimmen der Startbahnbefürworter einfangen könne? Dieser Schuss werde nach hinten losgehen, so Binner, der Schwaiger prophezeite, dass „dieser Plan B Sie den Kragen kosten wird“.

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