Freising - Sie durften gedanklich den Domberg überplanen, sollten sich zur Zusammenarbeit mit dem „Mons doctus“ äußern und ihren „Plan B“ verkünden, wenn sie nicht gewählt werden: die OB-Kandidaten, die sich am Mittwoch der Podiumsdiskussion im Kardinal-Döpfner-Haus stellten.
Man sei „kein Mädchenpensionat“ und deshalb Kontroversen durchaus gewohnt, versuchte der Direktor des Hauses, Monsignore Rainer Boeck, die Bewerber aus der Reserve zu locken. Doch das Septett gab sich in einer übervollen Aula ziemlich zahm, schien sich der Würde des Ortes bewusst zu sein. Und genau diese Würde würde keiner der Sieben, sollte er Stadtoberhaupt werden, baulich antasten. Ausnahme: Einen Aufzug vom Süden und/oder Norden des Dombergs aus hätten Eva Bönig (SPD), Rudolf Schwaiger (CSU), Benno Zierer (FW), Helmut Priller (ödp) und Tobias Eschenbacher (FSM) gerne. Sebastian Habermeyer (Grüne) auch - wobei die Finanzen ein solches Projekt wohl nicht zuließen. Dem Ansinnen Schwaigers, am Fuß des Domberg-Südhangs Wohnbebauung zu realisieren, erteilte Zierer (FW) eine Absage: „Das wäre eine planerische Fehlleistung“. Er würde die „lieblose“ 60er-Jahre-Fassade des KDH-Anbaus umgestalten. Daniel Wilke (Linke) würde am Südhang Hopfen statt Wein anbauen.
Dann durften alle Sieben ihre Einstellung zu Fußgängerzone (beziehungsweise Begegnungszone) in der Innenstadt äußern. Resultat: sieben Mal ja. Differenzierter das Meinungsbild zur Westtangente: Schwaiger und Eschenbacher ja, Wilke nein, das restliche Quartett Jein - abhängig von den Kosten.
Und schließlich war noch „Plan B“ gefragt, sollte es mit der Wahl zum OB nicht klappen. Tenor: Davon gehe die Welt nicht unter, alle würden in ihrem bisherigen Beruf weitermachen.

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