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Freising: Startbahngegner üben schon mal das Anketten

Startbahngegner üben schon mal das Anketten

Freising - Der Flächenverbrauch für die Startbahn wäre größer als der Tegernsee. Mit solchen Fakten wollen die Startbahngegner bei den Münchnern punkten und sie für das Bürgerbegehren mobilisieren. Doch die Gegenseite schläft nicht.

Die Aktivisten von Aufgemuckt haben es mit einem mächtigen Gegner zu tun. Wie bei der Mitgliederversammlung am Montag in Freising gewarnt wurde, habe die FMG die Münchner Werbeprofis von Heller & Partner engagiert. Die nennt sich selbst „Die Agentur für die Besten“, zählt BMW, Ikea, Siemens und andere global player zu ihren Kunden und hat auf ihrer Homepage folgendes Ziel in der Arbeit für die FMG formuliert: „Durch kontinuierliche, gezielte Ansprache der Öffentlichkeit erreichen wir eine Kultur des Miteinander zwischen der FMG und den Bürgern und tragen dazu bei, den Widerstand gegen den Ausbau zu begrenzen“. Für Startbahngegner wie den Geschäftsführer des BN in Freising, Manfred Drobny, beudete dies beispielsweise lancierte Leserbriefe und ähnliches. Und MdL Christian Magerl wusste, dass sich „diese Leute, die wir nicht kennen“, im „Dunstkreis“ der Demo am 29. Oktober in München aufgehalten und die Lage sondiert hätten.

Aufgemuckt, das nach der Aufnahme von vier weiteren Verbänden und Organisationen jetzt 77 Mitglieder zählt, will den Medienprofis der FMG mit geballtem Engagament Paroli bieten: Vor allem für das Bürgerbegehren und den folgenden Bürgerentscheid in München will man die Kräfte bündeln.

Wie beispielsweise Hans Lingl, Bürgermeister aus Röhrmoos, anregte, müsse man Gruppen, Organisationen und Vereine in der Landeshauptstadt als Multiplikatoren ansprechen und aktivieren. Lingl denkt da an alles vom Kleingartenverein bis hin zur „kirchlichen Schiene“, die es zu beackern gelte, indem man in Pfarrbriefen Beiträge veröffentliche.

Doch auch der angekündigte „heiße Herbst“ soll in den Winter hinein ausgedehnt werden: Konkret sollen beispielsweise jetzt laut Aufgemuckt-Sprecherin Helga Stieglmeier die Planungen für eine „Übung“ der besonderen Art werden: Man wolle sich im Januar treffen, sich anketten und dann wegtragen lassen, um schon einmal auf das vorbereitet zu sein, „wenn die Bagger rollen sollten“. Von dieser „Übung“ erhofft man sich große Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit. Denselben Effekt könnte eine andere Aktion bringen: Die Idee der BI Attaching, vor der Staatskanzlei zu übernachten - Motto: einmal in Ruhe schlafen können -, stieß bei den Aufgemuckt-Mitgliedern auf großen Zuspruch. Man werde an der Organisation des Events arbeiten. Und einen Titel hat man auch schon: „Occupy Staatskanzlei“. Kreisrat und Biobauer Toni Wollschläger bot zudem an, er könne „zu einem günstigen Preis“ eine Fuhre Mist zur Verfügung stellen, die man vor dem Verkehrsministerium abladen solle. Botschaft: Die Verkehrspolitik der Staatsregierung sei Mist.

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