Freising - Mit dem Projekt Schlüterhallen, so könnte man sagen, hat alles begonnen. Und genau dort, an seiner ersten „Wirkungsstätte", wurde am Dienstagabend eine kleine Feierstunde für den Gestaltungsbeirat abgehalten.

Neue Gestalter: Im Beirat sitzen in den kommenden Jahren Christoph Valentin und Johann Spengler. Den Vorsitz übernimmt Wolf-Eckart Lüps. Foto: Rainer Lehmann
2006 hatte der Stadtrat das heiß diskutierte Gremium installiert, das nun auf „eine junge, aber höchst erfolgreiche Geschichte“ zurückblicken könne, wie OB Dieter Thalhammer im dunklen Ambiente des „Lumen“ sagte. 18 Mal hat der Gestaltungsbeirat seit seiner ersten Sitzung im Frühjahr 2007 inzwischen getagt, sei seitdem ein „anerkannter und fester Bestandteil in Freising geworden, was Bauen und Planen betrifft“, lobte der OB vor zahlreichen geladenen Gästen, die sich in den Clubsesseln niedergelassen hatten oder lässig an Stehtischen lehnten. Effizienz, Inspiration, der wichtige Blick von außen - alles Vorzüge des Gremiums, die Thalhammer hervorhob. Und: Kritik, die es durchaus des Öfteren gegeben habe, bedeute eher „positive Anreize“. Freilich: Der Gestaltungsbeirat sei trotz Distanz und Freiheit von politischen und persönlichen Bindungen „kein Allheilmittel“, habe aber dazu beigetragen, „die eigene Stadt bewusster und selbstbewusster wahrzunehmen“.
Turnusgemäß schieden jetzt zwei Mitglieder des Trios aus: Für den bisherigen Vorsitzenden Rudolf Hierl (dessen Amt Wolf-Eckart Lüps übernimmt), rückt Johann Spengler nach, den Part des Landschaftsarchitekten übernimmt Christoph Valentien von Cordula Loidl-Reisch. OB Thalhammer war sich sicher: Die neuen Mitglieder verfügten über große Kompetenz und würden „sich mit Leidenschaft einbringen, um die Stadt voranzubringen“.
Der scheidende Vorsitzende Hierl blickte zurück: Nein, eine „Bauakademie wie zu königlichen Zeiten“ habe der Gestaltunsgbeirat nie sein wollen. Es sei eher um das kritische Hinterfragen gegangen, um im Dialog diverse Interessen zu berücksichtigen. Hierl glaubte nach vier Jahren durchaus, dass sich im Lauf der Zeit „ein Qualitätsbewusstsein“ entwickelt habe. Großen Respekt zollte er den Bauherren und Architekten, die sich dem Urteil des Gremiums gestellt und es meist als Chance begriffen hätten, das Projekt weiterzubringen.

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