Der Serbe (37) aus Fürstenfeldbruck, der seine Ehefrau jahrelang malträtiert hatte, muss für fünf Jahre und neun Monate ins Gefängnis.
Das Landgericht München II verurteilte ihn wegen zwei Fällen von gefährlicher Körperverletzung. Im August 2010 hatte er seiner schwangeren Frau derart brutal mit den Knien in den Bauch getreten, dass sie einen Milzriss erlitt. Ohne Notoperation wäre sie an den inneren Blutungen gestorben. Der Embryo der in der sechsten Woche schwangeren Fürstenfeldbruckerin überlebte den Eingriff allerdings nicht. Die zweite Tat ereignete sich im Mai 2010. Zwei Wochen nach der Geburt einer Tochter hatte der Serbe seine Frau in der Badewanne geschlagen. Dabei stieß ihr Kopf mehrfach gegen die Fliesen. Im Laufe der Verhandlung rang sich der Angeklagte zu einem Geständnis durch und ersparte so seinem kleinen Sohn eine Zeugenaussage. Straferschwerend wirkte sich aus, dass die Taten eingebettet waren in ein „langjähriges, sich aufbauendes Martyrium“, wie Richter Ralph Alt sagte.
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