Glatte Fahrbahn

Todeskurve: Drei Unfälle binnen 22 Stunden

Landkreis - Der Wintereinbruch hat auf den Straßen für zahlreiche Unfälle gesorgt. Alleine an der Todeskurve zwischen Oberschweinbach und Mammendorf krachte es drei Mal in nur 22 Stunden.

Andauernder Schneefall seit Montagabend, Temperaturen teils weit unter dem Gefrierpunkt, Räum- und Streudienste kamen kaum hinterher. Einer 56-Jährigen wurde der Wintereinbruch gestern zum Verhängnis. Um 16.25 Uhr passierte sie auf ihrer Fahrt nach Mammendorf die Todeskurve. An dieser brandgefährlichen Stelle hat es schon mehrere Tote und Schwerverletzte gegeben. Erst am 7. Februar starb dort eine 23-Jährige.

Die 56-jährige Autofahrerin gestern kam auf der glatten Fahrbahn ins Schleudern. Nach Auskunft der Brucker Polizei rutschte sie mit der Fahrerseite ihres Mazda gegen einen Baum. Lange brauchte die Feuerwehr Oberschweinbach, um die Schwerverletzte aus dem Wrack zu befreien. Erst entfernten die Rettungskräfte die Türen. Doch sie mussten das komplette Dach abheben, bevor sie die 56-Jährige befreien konnten. Die Frau wurde mit einem Hubschrauber in eine Klinik gebracht. Lebensgefahr bestand offenbar nicht.

Nur eineinhalb Stunden vorher verunglückte ein 56-jähriger Mann aus dem nordwestlichen Landkreis fast genau an der gleichen Stelle. Mit nicht angepasster Geschwindigkeit fuhr er Richtung Mammendorf. Er verlor die Kontrolle über seinen Audi und landete an einem Baum. Auch er musste schwerverletzt in die Kreisklinik nach Fürstenfeldbruck. Am Montag um 18.20 Uhr war bereits ein junger Dachauer mit seinem Wagen gegen einen Baum geprallt. Er wurde leicht verletzt.

Wintereinbruch: Drei Unfälle an der Todeskurve

Wintereinbruch: Drei Unfälle an der Todeskurve

Ein weiterer Unfallschwerpunkt war die B 2 an der Abzweigung nach Mittelstetten. Auch dieser Abschnitt ist für seine tückische Glätte bekannt. Bereits am Montagabend rutschte eine Studentin (23) aus dem westlichen Landkreis von der Fahrbahn in einen fünf Meter tiefer liegenden Acker. Die junge Frau wurde leicht verletzt. Fast an der gleichen Stelle erwischte es gestern um 15.45 Uhr einen 21-Jährigen. Er überschlug sich mit seinem Renault Clio. Der Student kam aber mit kleinen Blessuren davon. Die Bundesstraße war eine Stunde gesperrt.

Gekracht hat es auf der B 2 auch bei Puchheim. Dienstag Früh verlor dort eine 45-Jährige bei einem Überholmanöver die Kontrolle über ihren Ford Fiesta. Sie wurde gegen die Leitplanke am linken Fahrbahnrand geschleudert. Von dort prallte ihr Auto ab und rutschte in den Straßengraben. Die Frau wurde leicht verletzt. Die Feuerwehr musste am Unfallort ausgelaufenes Öl binden.

Bei der überwiegenden Mehrheit der Unfälle blieb es zum Glück bei Blechschäden - teilweise allerdings in beträchtlicher Höhe. Die Beamten der Polizeiinspektionen Fürstenfeldbruck, Germering, Olching und Gröbenzell waren im Dauereinsatz. In Fürstenfeldbruck schrottete in der Nacht auf Dienstag eine Münchnerin ihren Peugeot 106. Sie rutschte gegen eine Hauswand an der Münchner Straße. In Maisach rammte der Fahrer eines Opel Corsa einen VW Bus. Sachschaden hier: um die 10 000 Euro.

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