Fürstenfeldbruck - Übungsleitermangel, zu wenig Hallenzeiten, sinkende Zuschüsse: Herbert Thoma, Präsident des TuS Fürstenfeldbruck, will die Reißleine ziehen und einen Sportbeirat gründen.

Herbert Thoma will den Sport in Bruckvoran bringen. foto: archiv
Ahnlich der Gremien für Menschen mit Behinderung, Senioren und Jugendliche soll er an den Planungen mitarbeiten, Anträge im Stadtrat einbringen und die Stimme für die Vereine erheben. Ein Sportbeirat würde den Arbeitskreis Sportstätten, der sich mit der Zukunft der Anlagen in der Kreisstadt beschäftigt, aufwerten. Aufgabenfelder gibt es genug. Etwa die Satzung für den Sportstätten-Trägerverein, bei dem Thoma derzeit um die Gemeinnützigkeit kämpft. Da das Finanzamt diese ablehnt, hat er sich ans Finanzministerium gewandt. Oder eine Nutzung der Sportstätten am Fliegerhorst-Gelände.
Die beiden Sportreferenten stehen dem Gedanken offen gegenüber. Man könne übergreifend etwas tun, glaubt Erich Raff. „Sport für Ältere wird aktuell, und es muss ja nicht gleich Hochleistungssport sein.“ Hallen müssten auch tagsüber belegbar sein. Bisher hat sich der Sportstätten-Arbeitskreis um die Themen gekümmert, doch er tagte immer seltener. „Vielleicht wird der Beirat, weil er eine Institution ist, regelmäßiger besucht als eine lockere Gruppe“, sagt Sportreferent Werner Kainzinger (FDP).
Ganz neu ist das Thema nicht: Vor zwei Jahren habe man schon einmal darüber gesprochen, berichtet Kainzinger (FDP). Das Problem damals: Wer wählt den Beirat? Auch deshalb wurde nichts daraus. Rein rechtlich muss der Stadtrat einen Sportbeirat einrichten, erklärt Amtsleiter Roland Klehr. Man müsse eine Gruppe definieren, die den Beirat wählt. (imu)
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