Bilder vom Olchinger Umzug

Der Gaudiwurm macht den Winter bunt

Olching - Der Olchinger Faschingszug hat widrigem Wetter und Wagenkontrollen getrotzt. Obwohl weniger Schaulustige mitfeierten, war’s eine Riesengaudi.

Fesselnde Angelegenheit: Die Motorsportfreunde (MSF) Olching haben den Christbaumdieb und Bürgermeister, Andreas Magg, an den Marterpfal gebracht. Das Bild schickte uns der MSC.

Die Polizei sprach von über 15 000 Zuschauer, das Faschingskomittee wollte knapp 20 000 Narren gezählt haben. Am Ende war’s egal, denn die, die da waren, sorgten jedenfalls für eine prächtige Stimmung. 31 Wagen und 18 Fußgruppen sorgten dafür, dass die Faschingsbegeisterten am Straßenrand auch ständig klatschten und hüpften und somit keine kalten Füße bekamen. Alle gaben von Zuganfang bis zum Zugende ihr Bestes, um trotz des Schneetreibens gute Laune beim 60. Faschingszug zu verbreiten.

Selbst Landrat Thomas Karmasin hatte sich zu diesem runden Geburtstag die Ehre gegeben und sich so gewissermaßen auch der Kritik der Narren gestellt. Etliche Wagen und Fußgruppen hatten nämlich die neuen TÜV-Kontrollen durch das Landratsamt thematisiert. „60 Jahre konnt’s funktionieren. Drum lass ma uns ned ausrangieren“, verkündete etwa die Pimp-my-Faschingswagen-Crew aus Olching und landete damit auf Platz drei bei der Wagenprämierung. Seinen Senf zum Wirken des Landramtsamt gab auch der SC Olching dazu. Er nahm das behördliche Verbot seiner Würstlbude auf die Schippe.

Ansonsten hatten sich die Wagenbauer aus Olching und Umgebung bei lokalen Themen, abgesehen von manchem Glückwunsch zum 60. Faschingszug, zurückgehalten. Immerhin schwang sich mit dem MSC Olching einer der Gratulanten auf den ersten Platz bei den Wagen. So brachte es nur noch der auf einem Gemeinde-Grundstück umsägte Weihnachtsbaum zu närrischer Berühmtheit. „Maggis Räuber haben’s umgehaun“, hatte der TSV Geiselbullach in bunten Buchstaben aufs Zuggefährt gepinselt. Und die Volksbühne Olching setzte sich mit dem Thema auf Platz eins der einheimischen Fußgruppen. Die besten auswärtigen Teilnehmer kamen mit den Ladykrachern und den Haberfeldtreibern jeweils aus Gernlinden.

Faschingstreiben in Olching: Bilder vom Umzug

Zugorganisator Robert Brogl war trotz geringerer Besucherzahl zufrieden. „Im Vergleich zu Dachau gab es weniger Alkohol auf den Wagen“, freute sich Brogl. Wohl auch mit ein Grund, warum die Polizei relativ wenig Arbeit mit dem Faschingstreiben hatte. Lediglich drei Einsätze waren laut Peter Bühl von der Polizeiinspektion Olching zu verzeichnen. Auch die Rettungsdienste hätten einen ereignisarmen Tag gehabt. Nur kleinere Blessuren mussten behandelt werden. Dazu hatten auch die Begleitpersonen bei den Wagen beigetragen. Immer wieder forderten sie dazu auf, Abstand zu halten. (hk)

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