Ein M für Olching: Die Schnellimbiss-Kette McDonald’s will in den Gewerbepark an der B 471 ziehen. Der Bauausschuss gab gestern grünes Licht für den Bau des Fastfood-Restaurants. Einen meterhohen Werbepylon wie auf diesem Bild darf das Unternehmen aber nicht errichten. Foto: dpa

Grünes Licht für Burger und Pommes

McDonald's plant Filiale im Gewerbepark

Olching - Die Schnellimbiss-Kette McDonald’s eröffnet eine Filiale in Olching. Der Bauausschuss hat jetzt den Bauantrag genehmigt. Auch wenn die Ansiedlung des Restaurants nicht jedem schmeckt.

McDonald’s plant im Gewerbegebiet in Geiselbullach ein Schnellrestaurant mit so genanntem Drive-In. Das bedeutet, dass Kunden direkt ans Lokal fahren, im Fahrzeug ihre Bestellung abgeben und die Speisen entgegennehmen können. Das Gebäude hat ein Vollgeschoss mit einer Grundfläche von rund 570 Quadratmetern. Daneben gibt es einen Parkplatz.

Bürgermeister Andreas Magg (SPD) und Jugendreferent Manfred Lebmeier (Grüne) wiesen darauf hin, dass in der Bevölkerung in den vergangenen Jahren wiederholt der Wunsch nach einem Fastfood-Restaurant im Ort geäußert worden war. „Die Jugend wird das sehr begrüßen“, meinte Lebmeier, der persönlich aber Vorbehalte gegen die Ansiedlung äußerte.

Er sprach das Problem Vermüllung an. So befürchtet der Grünen-Politiker, dass viele Gäste das Essen mitnehmen werden und den anfallenden Verpackungsmüll im Ortsgebiet entsorgen werden. Dies wiederum führe zu einer zusätzlichen Belastung des Bauhofs, der die Stadt säubert. Lebmeier ist auch der Verkehr, der durch die Fahrten von Bürgern zu dem Schnellrestaurant entsteht, ein Dorn im Auge. Zum normalen Verkehr untertags werde es jetzt auch Abends und in der Nacht zu diversen Fahrten kommen. Ähnlich sah es Alois Waltl (FW): „Das ist ein Verkehrsaufkommen ähnlich wie bei einem Discounter. Genau das wollten wir nicht.“

Magg entgegnete, bei den Verkehrsberechnungen zum Gewerbegebiet habe man diese An- und Abfahrten mit eingerechnet. Und Georg Steer (SPD) wollte das Argument des zusätzlichen Verkehrs überhaupt nicht akzeptieren. „Das Gewerbegebiet ist der ideale Platz für so einen Schnellimbiss.“ Jetzt würden Eltern mit ihren Kindern mit dem Auto halt nach Fürstenfeldbruck oder Germering fahren. Dadurch entstehe auch ein entsprechendes Verkehrsaufkommen.

Im Ausschuss diskutiert wurde auch über die von McDonald’s beantragten Befreiungen von den im Bebauungsplan festgesetzten Vorgaben. So will das Unternehmen ein grünes Dach, drei zehn Meter hohe Fahnenmasten und eine Werbeanlage an der Bundesstraße errichten. Alles ist gemäß des Bebauungsplans verboten, kann aus Sicht des Bauamts aber ausnahmsweise genehmigt werden.

„Über die Dachfarbe Grün freu’ ich mich natürlich“, meinte Lebmeier. Ganz im Gegensatz zu Karl Schwojer (CSU), der den Befreiungen grundsätzlich kritisch gegenübersteht. „Wir machen die Tür auf für weitere Werbetafeln“, warnte er und beschwor die Stadtverwaltung, konsequenter zu bleiben, was die Einhaltung der Vorgaben im Bebauungsplan betrifft. Sein Fraktionskollege Robert Meier sah das anders. „Es ist doch klar, dass so ein Schnellrestaurant Werbung braucht“, meinte er. Es sei ein Entgegenkommen des Bauwerbers, dass dieser nicht - wie sonst üblich - meterhohe Werbepylonen fordert. (sw)

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