Schadstoffe auf Mannesmann-Gelände entdeckt

    • aHR0cDovL3d3dy5tZXJrdXItb25saW5lLmRlL2xva2FsZXMvZnVlcnN0ZW5mZWxkYnJ1Y2svb2xjaGluZy9zY2hhZHN0b2ZmZS1tYW5uZXNtYW5uLWdlbGFlbmRlLWVudGRlY2t0LTI3NzA0NjIuaHRtbA==2770462Schadstoffe auf Mannesmann-Gelände entdeckt0true
    • 26.02.13
    • Olching
    • Drucken

Schadstoffe auf Mannesmann-Gelände entdeckt

    • recommendbutton_count100
    • 1

Olching - Die Befürchtungen der Anwohner haben sich bestätigt: Auf dem ehemaligen Mannesmann-Gelände wurde jetzt Bausubstanz mit gefährlichen Rückständen entdeckt.

Die Bagger stehen erst einmal still: Viele Gebäude auf dem ehemaligen Mannesmann-Gelände sind bereits abgerissen. Jetzt wurden Schadstoffe an einer Halle gefunden. Foto: Weber

Die Bagger stehen erst einmal still: Viele Gebäude auf dem ehemaligen Mannesmann-Gelände sind bereits abgerissen. Jetzt wurden Schadstoffe an einer Halle gefunden. Foto: Weber

Die Wowobau Wohngesellschaft mbH und die Concept Bau GmbH haben im vergangenen Jahr gemeinsam vom Unternehmen Vodafone das ehemalige Werksgelände der Mannesmann Leichtbau GmbH erworben. Auf dem knapp 50 000 Quadratmeter großen Grundstück an der Max-Reger-Straße sollen Einfamilien-, Doppel- und Mehrfamilienhäuser gebaut werden.

Zuvor müssen allerdings die alten Werkshallen auf dem Gelände abgerissen werden. Doch die Arbeiten der Abrissfirma Ettengruber komme nicht wie geplant voran. Nach einem Hinweis von Anwohnern hat ein Gutachter nach Probebohrungen an Gebäudeteilen eine erhöhte Konzentration an Schwermetallen ausgemacht.

Zum gleichen Ergebnis kommt eine Analyse, die die Olchingerin Andrea Scherer in Auftrag gegeben hat. Das Grundstück ihrer Eltern grenzt direkt an das Mannesmann-Gelände. Demnach sind massive Schwermetallrückstände an einer Bodenplatte und in Tauchbecken an einer Lagerhalle nachgewiesen worden. Dort wurde seinerzeit Bleimennige als Rostschutz verwendet. Ihren Angaben zufolge übersteigen die gemessen Werte die zugelassenen Grenzwerte erheblich.

Scherer steht seit Wochen mit der Stadt, Landratsamt, den Wohnbaugesellschaften und der Abrissfirma in Kontakt, um eine Naturkatastrophe zu verhindern. Kritik übt sie vor allem an den Behörden. Ihre Eltern hätten bereits im Sommer 2012 auf die Gefahr hingewiesen. Trotzdem seien im Dezember Bagger angerollt. Daraufhin habe man auch das Landratsamt auf die Gefahr einer möglichen Kontamination mit Bleimennige hingewiesen. Wie in den Monaten zuvor sei man vertröstet und hingehalten worden.

Laut Scherer hat erst ein Gespräch auf der Baustelle mit Mitarbeitern der Abrissfirma zum Umdenken bei den Verantwortlichen geführt. Wie Scherer erzählt, sei die Abrissfirma völlig ahnungslos gewesen. In Abstimmung mit den Wohnbaugesellschaften wurde gezielt nach Schadstoffen gebohrt.

„Das Ergebnis liegt seit Freitag vor“, sagt Pia Schmahl, Sprecherin des Landratsamtes. Sie bestätigt, dass in einem Tauchbecken und auf einer Bodenplatte Rückstände von Bleimennige nachgewiesen werden konnten. Die Werte bewegten sich aber im üblichen Rahmen. Wie Schmahl betont, gehe von den Rückständen derzeit keine Gesundheitsgefährdung aus. Denn die ausgehärtete Farbe sei nicht wasserlöslich. Deshalb bestehe auch keine Gefahr, dass sie in den Boden gelange und das Grundwasser verunreinige. Das wäre auch höchst prekär, wie Scherer verdeutlicht. Denn das unter dem Gelände befindliche Grundwasser versorge nicht nur ihre Eltern und deren Hobby-Landwirtschaft mit Wasser, sondern auch den Olchinger See.

Wie Schmahl erläutert, hat der Gutachter dem Landratsamt Empfehlungen gegeben, wie mit den belasteten Gebäudeteilen weiter verfahren werden soll. So müssen die Tropfreste auf der Bodenplatte speziell abgetragen werden. Das Tauchbecken muss im Ganzen ausgehoben und von einer Fachfirma entsorgt werden. Erst nachdem das komplette Gelände leer geräumt wurde, ist laut Schmahl auch eine genaue Bodenanalyse möglich. (sw)

zurück zur Übersicht: Olching

Kommentare

  • Neueste Kommentare
  • Beliebteste Kommentare
AScherer26.02.2013, 11:26
(6)(0)

Das ist so nicht ganz richtig.
Es wurden Probebohrungen veranlasst, allerdings ist unter der Bodenplatte der
Halle aktuell nichts gefunden worden.
Belastet sind die Bodenplatte und die Tauch-Tanks.
Wenn die Abrissfirma nicht so super reagiert hätte und auf ihre eigene Veranlassung einen Gutachter geschickt hätte, würden wir heute gar nichts wissen.

Schade ist nur, dass der Gutachter vom Abrissunternehmen geschickt wurde und nicht von der Stadt oder vom Landratsamt.

Ich habe vollstes Vertrauen in die Abrissfirma, das ist ja nicht ihre erste Baustelle.
Nur würde uns das alles erspart bleiben, wenn von Anfang an klare, wahre und
schnelle Worte gesprochen worden wären.

Alle Kommentare anzeigen

Wetter für Fürstenfeldbruck

Bilder aus der Region

Bilder: Brand in Tiefgarage

weitere Fotostrecken:
Das Baby des Tages aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck

Das Baby des Tages

In dieser Rubrik stellen wir regelmäßig neue Erdenbürger aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck vor.Mehr...

Servicetermine im Landkreis

Berichte im Fokus

  • Meistkommentierte Artikel
  • Meistgelesene
  • Themen

Zu mickrig? Trachtler geben 50-Euro-Geschenk zurück

Geltendorf - Normalerweise freut man sich ja über Geschenke. Nicht aber so beim örtlichen Heimat- und Trachtenverein. Der Präsident findet ein 50-Euro-Präsent peinlich.Mehr...

Zu mickrig? Trachtler geben 50-Euro-Geschenk zurück

Geltendorf - Normalerweise freut man sich ja über Geschenke. Nicht aber so beim örtlichen Heimat- und Trachtenverein. Der Präsident findet ein 50-Euro-Präsent peinlich.Mehr...

Nachrichten aus dem Würmtal

Erschreckende Lücken im Kontrollsystem

Fall Technosan: Lücken im Kontrollsystem

Krailling/Neuötting – Zehn Jahre lang konnte die Firma Technosan tausende Tonnen Abfälle illegal entsorgen. Der Prozess gegen den Chef Alexander C. zieht sich. Eine bedenkliche Zwischenbilanz.Mehr...

Facebook 'Like Box' wird geladen... Inhalt wird geladen - Downloadanzeige

http://www.facebook.com/fuerstenfeldbrucker.tagblatt300truefalsefalse

Nachrichten aus München

Rote Ampel ignoriert: Schülerin von Auto erfasst

Rote Ampel ignoriert: Schülerin von Auto erfasst

München - Eine 17-jährige Schülerin war mit ihren Gedanken offenbar ganz woanders, als sie am späten Donnerstagabend eine Kreuzung an der Zweibrückenstraße überqueren wollte. Sie ging bei Rot über die Ampel und wurde von einem Auto erfasst.Mehr...

Wiesn-Aufbau: Sperrung wird ausgeweitet

Wiesn-Aufbau: Sperrung wird ausgeweitet

München - Der Weg über die Theresienwiese wird während des Wiesn-Aufbaus weiter eingeschränkt: Nur noch zu Stoßzeiten darf man hier das Gelände queren.Mehr...

Neues Passwort zusenden

Bitte geben Sie ihre E-Mail Adresse an, wir senden Ihnen ein neues Passwort zu.

Bitte warten

Es wird etwas gemacht.

  • recommendbutton_count100
Schließen

Druckvorschau

Artikel:

Schließen

Artikel Empfehlen

Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!

Fehleranzeige ausblenden

Es sind Fehler aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.

Fehleranzeige ausblenden

Schwere Fehler sind aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.

  • Fehlertext

Achtung!

  • Fehlertext

Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.