Fürstenfeldbruck - Wegen der Kälte ist am Mittwochvormittag im Brucker Rathaus ein Wasserrohr geplatzt. In der Rezeption, im Eingangsbereich und im Gang vor dem Bürgermeisterbüro hieß es Land unter. Das Rathaus wurde für den Publikumsverkehr vorübergehend geschlossen.

© Carmen Voxbrunner
Land unter im Brucker Rathaus: Ein Rohrbruch hat das Gebäude am Mittwoch unter Wasser gesetzt.
Gegen 10 Uhr hörten die Damen im Bürgermeister-Vorzimmer ein Krachen über ihrem Büro. Und dann floss das Wasser auch schon aus dem Lichtschacht auf den Teppich im Gang. Die Damen bewiesen Geistesgegenwart. „Wir haben dann schnell Eimer darunter gestellt.“ Die Bilder im ersten Stock hängte Vize-Bürgermeister Schilling persönlich ab, damit sie keinen Schaden nahmen.
Im Erdgeschoss stand das Wasser zwei Zentimeter hoch. „Das Rathaus wurde gesperrt, die Wasserzufuhr und der Strom sicherheitshalber abgestellt“, berichtet Roland Klehr, Leiter der Allgemeinen Verwaltung. Alle Computer wurden heruntergefahren. Wer telefonieren musste, griff zum Handy.
Inzwischen lief unter der Regie der Sicherheitsbeauftragten das Notprogramm an. Feuerwehr und Bauhofmitarbeiter bekamen die Lage schnell in den Griff. Sie saugten das Wasser auf. Installateur und Elektriker prüften den Schaden. Trockengeräte wurden aufgestellt. Fünf Minuten vor 12 Uhr gingen im Rathaus die Lichter wieder an. „Die Brisanz in dem Verwaltungsgebäude war höher, als in einem normalen Wohnhaus da die EDV gefährdet war“, sagt Feuerwehrsprecher Andreas Lohde. Wie hoch der Schaden ist, wird sich zeigen, wenn die Decken getrocknet sind. „Trockenbauplatten muss man meist auswechseln, wenn sie nass geworden sind“, erklärt Schilling. OB Sepp Kellerer bekam von all der Aufregung nichts mit: Er macht Urlaub im Allgäu.
Ingrid Müller
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