München - Drei Billiarden Rechenoperationen pro Sekunde - ein neuer Superrechner soll in eineinhalb Jahren in Garching bei München ans Netz gehen. Am Montag wurde der entsprechende Vertrag unterzeichnet.

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Das Leibniz-Rechenzentrum der Bayerischen Akademie der Wissenschaften in Garching bei München.
Einer der leistungsfähigsten Rechner der Welt soll Mitte 2012 in Garching ans Netz gehen. Der Vertrag über den Supercomputer “SuperMUC“ des Leibniz-Rechenzentrums (LRZ) der Bayerischen Akademie der Wissenschaften wurde am Montag unterzeichnet, wie die Akademie mitteilte. “SuperMUC“ wird von IBM gebaut und soll den jetzigen Höchstleistungsrechner “HLRB II“ ersetzen.
Die Investitions- und Betriebskosten für fünf bis sechs Jahre für den “SuperMUC“ werden 83 Millionen Euro betragen, die das Land Bayern und der Bund zur Hälfte finanzieren. Hinzu kommen 50 Millionen Euro für eine bereits laufende Gebäudeerweiterung des LRZ.
Revolutionär sei das neue Kühlkonzept, hieß es vom LRZ. Prozessoren und Speicher werden mit Wasser gekühlt, das über vierzig Grad warm sein darf. Mit dieser “Hochtemperaturflüssigkeitskühlung“ und einer Software zur energieeffizienten Leistungssteuerung sollen der Anstieg des Energieaufwands und damit der Betriebskosten so gering wie möglich gehalten und außerdem alle LRZ-Gebäude mit der Abwärme des Rechners geheizt werden.
Der vorsitzende Geschäftsführer von IBM Deutschland, Martin Jetter, unterstrich die Bedeutung von Forschung und Entwicklung für Deutschland. “Mit dem neuen Supercomputer erhält die deutsche und europäische Forschungslandschaft einen dringend benötigten Schub, um im internationalen Wettbewerb mithalten zu können.“ Auch Bayerns Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch (FDP) bezeichnete den SuperMUC als Investition in die Zukunft. “Das Leibniz-Rechenzentrum in Garching wird mit dem neuen Höchstleistungsrechner zum Vorreiter einer energieoptimierten Computertechnik.“
dpa
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