Garmisch-Partenkirchen - Die Olympischen Winterspiele kommen nicht nach Garmisch-Partenkirchen. Zumindest nicht 2018. Zwei Wochen nach der Pleite von Durban wird schon über eine erneute Bewerbung für 2022 diskutiert.

Garmisch-Partenkirchens Bürgermeister Thomas Schmid (CSB)
Während die Verantwortlichen in Sport und Politik allerdings eine ruhige Debatte ohne Zeitdruck anmahnen, ist Garmisch-Partenkirchens Bürgermeister Thomas Schmid (CSB) schnell in die Offensive gegangen. Bereits am Tag nach der Entscheidung in Südafrika plädierte er für einen erneuten Anlauf.
Der Bürgermeister wollte sich gestern zu dem offenen Brief nicht äußern. „Er wird dazu keine Stellungnahme abgeben“, ließ er über Gemeindesprecher Florian Nöbauer mitteilen.
Grundsätzlich, so die CSU-Politikerin, sei es nun an der Zeit, „die Zukunft unserer Heimat gemeinsam und frei von olympischen Gedankenspielen zu gestalten“. Und zwar: „Nicht wieder schnell, schnell“, sondern mit Bedacht. „Dazu haben wir jetzt ohne olympischen Druck die Chance.“ Dafür reicht Koch dem Bürgermeister symbolisch die Hand. „Wir müssen das miteinander und vernünftig machen.“ Ganz konkret denkt sie dabei an das geplante Hotelvorhaben von Investor Franz Hummel auf dem ehemaligen Bichlerhof-Areal. Dafür Teile des Kurparks zu opfern, sei ein Sakrileg. „Man muss nicht Werte zerstören, um Werte zu schaffen.“
Zum Abschluss des Schreibens kann sich Koch einen weiteren Seitenhieb nicht verkneifen: „Olympia gehört nicht in den Wahlkampf“, zitiert sie Michael Vesper, den Generaldirektor des Deutschen Olympischen Sportbundes. (lxs)
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