Alpencasino-Bilanz für 2012: Noch kein Glück im Glücksspiel

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    • 26.01.13
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Alpencasino-Bilanz für 2012: Noch kein Glück im Glücksspiel

Garmisch-Partenkirchen - In der Wirtschaft ist ein kleines Plus ein großes Drama. Bei der Spielbank in Garmisch-Partenkirchen ist ein kleines Minus eine Erleichterung.

Das Geschäft mit dem Glück ist für das Alpencasino nicht nur erfolgreich gelaufen. Ein Blick auf die Zahlen beim Großen Spiel aber, zu dem auch Roulette gehört, erfreut: Da verbucht die Spielbank ein Plus von 12,13 Prozent. Foto: Kai Krüger/Fotolia

Das Geschäft mit dem Glück ist für das Alpencasino nicht nur erfolgreich gelaufen. Ein Blick auf die Zahlen beim Großen Spiel aber, zu dem auch Roulette gehört, erfreut: Da verbucht die Spielbank ein Plus von 12,13 Prozent. Foto: Kai Krüger/Fotolia

Das Glück ist Karlheinz Federles Geschäft. Damit kennen er und sein Team sich aus. Doch Glück ist unberechenbar. So wie die Entwicklung der Finanzen im Spielcasino Garmisch-Partenkirchen. Die sei „immer auch Glückssache“, sagt Direktionsassistent Federle. Blickt er auf 2012 zurück, hat Fortuna ihn nicht ganz im Stich gelassen. „Unterm Strich hält sich das Minus in Grenzen.“ Das heißt: Die ausschlaggebende Größe, der Bruttospielertrag (BSE), ging nur um 1,9 Prozent zurück. In der Bilanz 2011 stand noch ein Minus von 10,3 Prozent. Damals hatten Federle und Direktor Peter Koppelstätter - er ist im August nach schwerer Krankheit gestorben - gehofft, die Talsohle sei erreicht. „Und das kann man ja fast sagen.“

Dass Federle die Daten so positiv deutet, hat zwei Gründe: zum einen das Ergebnis beim Roulettespiel. Dort steht ein Plus von über zwölf Prozent zu Buche. Zum anderen ermutigt ihn ein Blick in die Erträge der übrigen acht bayerischen Spielbanken: Nur Lindau und Bad Kissingen weisen eine positive Entwicklung auf, bei den anderen beträgt das Minus bis zu 22 Prozent. „Natürlich wäre uns ein Plus lieber als ein kleines Minus“, sagt Federle. „Aber im Vergleich sind wir glimpflich davongekommen.“

Das war nicht nur Glück. Das Casino hat in ein besseres Angebot investiert. So stieg die Zahl der Pokerturniere - „werden sehr gut angenommen“ - und jene der Spielautomaten. Dieser Bereich jedoch bleibt das Sorgenkind mit einem Minus von fast sechs Prozent. Ihre Position als drittgrößte Spielbank in Bayern hinter Bad Wiessee und Feuchtwangen aber hat Garmisch-Partenkirchen gefestigt.

Eine Chance auf ein Plus bleibt noch: die Gewinn- und Verlust-Rechnung, die vermutlich Ende Februar vorliegen wird. Federle hofft auf einen „kleinen Gewinn“. Zumindest, da ist er sicher, „wird sich der Verlust im Vergleich zu 2011 deutlich reduzieren“. Grund sind gesunkene Personalkosten.

Wie sich die Finanzen entwickeln werden? Federle hofft, dass nun wirklich und endgültig die Talsohle durchschritten ist, es „langsam wieder aufwärts geht“. Das dürfte auch sehnlicher Wunsch der Marktgemeinde sein. Immerhin führt die Spielbank 15 Prozent des Bruttospielertrags an den Markt ab, ebenso viel an den Freistaat Bayern. Eine Prognose aber wagt Federle nicht. Der neue Direktor jedenfalls - die Bewerbungsfrist für die seit August 2012 vakante Stelle endete am Mittwoch - wird neben guten Ideen auch jede Menge Glück brauchen. (kat)

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