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    • 29.01.13
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Demonstration für den Kramertunnel

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Garmisch-Partenkirchen - Die „Initiative 2 Tunnel für Garmisch-Partenkirchen“ macht mobil. Sie ruft für den 2. Februar zu einer Demo auf. Das Ziel: Der Kramertunnel soll so schnell wie möglich weitergebaut werden.

Die Schotten sind dicht: Das Baugelände am Nordportal ist verschlossen, der Zugang zum Erkundungsstollen ohnehin. Mit der Räumung des Baufeldes haben die Firmen längst begonnen. Es droht, jahrelang brach zu liegen. Foto: Sehr

Die Schotten sind dicht: Das Baugelände am Nordportal ist verschlossen, der Zugang zum Erkundungsstollen ohnehin. Mit der Räumung des Baufeldes haben die Firmen längst begonnen. Es droht, jahrelang brach zu liegen. Foto: Sehr

Die - vermutlich letzte - frohe Botschaft aus Berlin erreichte den Landkreis Garmisch-Partenkirchen im Dezember vergangenen Jahres. Durch Sondermittel für Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer kann das Staatliche Bauamt Weilheim die Umfahrung in Saulgrub heuer weiterführen. Danach drangen viele schlechte Nachrichten aus dem Haus des CSU-Politikers ins Werdenfelser Land vor. Viele begonnene Projekte im gesamten Bundesgebiet verschlingen mehr Geld als erwartet, für Vorhaben wie den Ausbau der Isental-Autobahn werden gar schon private Investoren gesucht, und Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) will das Budget des Verkehrsressorts spürbar kürzen. „Jetzt ist die entscheidende Zeit, um Druck zu machen und um die Weichenstellungen für den Kramertunnel zu erreichen“, sagt daher Garmisch-Partenkirchens Bürgermeister Thomas Schmid (CSB). Er hat die Schirmherrschaft zur Demo am Samstag, 2. Februar, übernommen. Für ihn steht fest: „Wir müssen bohren, bohren, bohren.“ Nicht selbst im Tunnel, sondern bei den Bundes- und Landespolitikern, um die Mittel für den Weiterbau des Kramertunnels zu erhalten.

„Wir waren lange still“, sagt Hans Sedlmaier, neben Ursel Kössel ein Sprecher der Initiative. Früher haben die Garmischer und Partenkirchner öfter demonstriert: mit Fahrrädern, mit Oldtimern und mit Traktoren. Am 29. April 2011 wurde in feierlichem Rahmen die erste Sprengladung gezündet. Die Bürger schienen am Ziel zu sein.

Davon fühlen sie sich jetzt weit entfernt. Am Nordportal haben die Firmen begonnen, das Baufeld zu räumen; im Süden arbeiten sie derzeit noch im Schichtbetrieb. Nur voran geht’s nicht mehr, die Mineure stehen 250 Meter vor dem Durchstich vor einer Schicht aus Lockergestein und Wasser. Wie es technisch weitergehen soll, will das Bauamt im Februar bekannt geben. Zwar versichert das Verkehrsministerium unverdrossen, dass das Geld für die Fertigstellung des Erkundungs- und Rettungsstollen bereitliegt, doch wann der Bund die benötigten 120 Millionen Euro für den Tunnel freigibt, ist unklar.

„Wir brauchen den Kramertunnel“, sagt Schmid. Dafür hält er jede Aktion für wertvoll: die Demonstration, aber auch die Petition des Landtagsabgeordneten Florian Streibl (Freie Wähler) und die Unterschriftenaktion der örtlichen CSU. Kössel hofft am Samstag auf starke Resonanz. „Das wichtigste ist jetzt, dass die Bürger Flagge zeigen und kommen“, sagt sie und appelliert an die Solidarität. „Für uns wäre das auch eine Bestätigung unserer Arbeit.“ Sedlmaier spricht von mehreren hundert Teilnehmern. „Es wäre schon wichtig, dass das Signal nach Berlin massiv ist.“

Die Kampfeslust ist wieder geweckt bei der Initiative, wie zu den Anfangszeiten. Weitere Ideen zu Aktionen haben sie bereits entwickelt. Kössel: „Das hängt von der Resonanz aus Berlin ab.“

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