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Die Einsatzkräfte suchten mithilfe von Hubschraubern nach den Verschütteten.

Großeinsatz mit Hunden und Hubschraubern

Gewaltiges Schneebrett auf der Zugspitze abgegangen

Garmisch-Partenkirchen – Lawinenabgang auf der Zugspitze, vermutlich ein Verschütteter: Der Notruf um 11.15 Uhr hat am Samstag einen Großeinsatz der Rettungskräfte ausgelöst.

Ein gewaltiges Schneebrett hat sich am Samstagvormittag auf der Zugspitze gelöst. 50 Meter breit und circa 300 Meter lang war das Lawinenfeld zwischen Wetterwandeck- und Weißes-Tal-Lift, das zum Glück nicht in den Pistenbereich hineinragte. „Trotzdem ist’s ein großer Schreck“, sagt Peter Huber, technischer Vorstand der Bayerischen Zugspitzbahn. Erleichtert ist er vor allem darüber, dass sich erste Meldungen nicht bewahrheitet hatten und es keine Verschütteten gab.

Vom Wetterwandeck-Lift aus hatte ein Skifahrer beobachtet, wie das Schneebrett abgegangen war. Nachdem er in dem Bereich zuvor Freerider gesehen hatte, verständigte der Mann sofort die Mitarbeiter der BZB. Diese alarmierten umgehend die Rettungsleitstelle, woraufhin ein Großeinsatz mit gut 30 Bergwachtkräften aus Garmisch-Partenkirchen, Grainau und München, drei Hundeführern und vier Hubschraubern ausgelöst wurde. Nach einem Erkundungsflug über den Lawinenbereich machten sich die Retter in dem circa 30 Grad steilen Gelände mit Sonden und Verschüttetensuchgeräten auf, um diesen akribisch abzusuchen. „Währenddessen sind daneben noch mehrere Rutscher abgegangen“, berichtet Wolfgang Rauch von der Bereitschaft Garmisch-Partenkirchen. Gut zwei Stunden später konnten er und seine Kameraden dann Entwarnung geben und den Einsatz beenden.

Derweil waren Manfred Haas, Betriebsleiter auf der Zugspitze, und seine Kollegen damit beschäftigt, den betroffenen Bereich abzusperren. Die Unvernunft der Wintersportler, die teilweise nur mit Mühe davon abzuhalten waren, in das freie Gelände einzufahren, erschüttert Haas. „Wir mussten uns sogar beschimpfen lassen. Dabei ging’s vor allem darum, die Retter nicht zusätzlich zu gefährden.“ Freerider, die von oben in den Einsatzbereich gelangt wären, hätten durchaus weitere Schneebretter auslösen können.

Bereits um 10 Uhr hatte die Berwacht einen Einsatz auf der Zugspitze. Drei Skifahrer aus Peiting, Schongau und Schwabbruck, die vom Gipfel aus im freien Gelände aufs Platt fahren wollten, waren in ein absturzgefährliches Areal geraten. Per Hubschrauber brachten die Retter sie in Sicherheit. Kurz nachdem diese Aktion beendet war, ging der Alarm ein, dass das Schneebrett abgegangen war. Somit waren die Bergwachtkräfte und ein Hubschrauber extrem schnell zur Stelle.

Bilder vom Einsatz

Großeinsatz nach Lawinen auf der Zugspitze

Tanja Brinkmann

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